Xavier Naidoos Sympathiewelle für dubiose Reichsbürger


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flickr.com/ TK_Presse/ (CC BY-NC-ND 2.0)

Rechtsradikale fühlen sich bestätigt – Künstlerkollegen differenzieren nicht

Welch Shitstorm geisterte durch die Medien, in sozialen Netzwerken tummelten sich besonders erfreulich angetan all jene, die endlich mal eine weitere Stimme erhielten, die ihre Meinungen nach außen trug. Hatten bereits Pegida-Kundgebungen nicht die versprochene Wirkung erzielt, selbst diese AfD konnte nicht wirklich sich steigern, punktete jedoch Xavier Naidoos Sympathiewelle für dubiose Reichsbürger endlich mit entsprechender Aufmerksamkeit.

Obwohl „Marionetten“ gänzlich übers Ziel hinausschießt, differenzieren selbst Künstlerkollegen nicht, halten dem Mannheimer Sänger lieber die Stange. Man könnte schon fast vermuten, Hauptsache Solidarität zeigen, anstatt sich inhaltlich mit Naidoos Werdegang auseinanderzusetzen.

Kritik an deutsche Politik wird mit hohlen Phrasen instrumentalisiert

Ein alt bewährtes Mittel, welchem sich nur zu gerne gerade Rechtsradikale bedienen. Der einfache Bürger möge die eigentlichen Zusammenhänge bloß nicht erkennen, schnell aufgebaute Feindbilder gilt es zu streuen. In den Fokus geraten all jene, die ganz genau hinschauen und analysieren. Wer nicht folgt, wird automatisch in die Ecke der Antifa gestellt, obendrein als US-freundlich abgefertigt.

Na klar doch, kann man die Politik einer Frau Merkel kritisieren, die demutsvolle Haltung dem Hegemon gegenüber, eine unnötige kriegerische Linie mit erhöhter Aufrüstung verbunden, aber mitnichten per rassistischen Forderungen bis hin zu gewaltverherrlichenden Umsturzphantasien. Die Neue Rechte scheint ihre Hausaufgaben gemacht zu haben, wenn sie schon Menschen wie Xavier Naidoo sowie den Söhnen Mannheims mit dermaßen simplen Phrasen beeindruckt. Die böse Saat jener fanatischen Verschwörungstheorien scheint aufzugehen.

Eine aufmerksame und wache Jugend mahnt zurecht an

Um so beeindruckender, daß die Grüne Jugend sowie die Satirepartei „Die Partei“ zum Auftakt des diesjährigen Plaza Festivals gegen Xavier Naidoos Auftritt protestierte. Richtig so. Genauso wie die konsequente Haltung des NDR, der sich von der Präsentation des diesjährigen Plaza Festivals zurückzog.

Man wird wohl kaum erwarten dürfen, daß Xavier Naidoo seinen eingeschlagenen Weg ändert, zu festgefahren hält er an diesem Gedankengut fest. Obendrein profitiert die Neue Rechte von jenem Sänger, nutzt jede Gelegenheit, dessen Präsenz für ihre Zwecke auszunutzen.

Wer hierbei nicht ganz genau differenziert, kann schnell selbst in Verdacht geraten, als Sympathisant der Neuen Rechten eingeordnet zu werden. Das sollten all jene, die weiterhin an Xavier Naidoo festhalten sich vergegenwärtigen.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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