Nato-Gipfel: Trumps Forderungen entsprechen seinem Regierungsstil


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flickr.com/ Gage Skidmore/ (CC BY-SA 2.0)

Nicht kleckern, besser klotzen – nach uns die Sintflut

Christliche Heuchelei erhielt in den letzten Tagen gleich mehrfach Bestätigung, selbst wenn man Papst Franziskus ob seiner bescheidenen, friedlichen Art ein Stückweit liebgewonnen haben mag. Es ändert nichts an den historischen Vorgaben eines Vatikans und eines weltweiten Wettrüstens, wobei gerade die USA einen wesentlichen Anteil initiieren.

Da trifft Donald Trump bei seiner Auslandstour, die bereits seit Tagen die Medien beschäftigt, den Heiligen Vater, der wiederum eindrucksvoll seine Abneigung per eindeutiger Mimik zum Besten gibt, während an Christi Himmelfahrt Angela Merkel mit Barack Obama beim Evangelischen Kirchentag in Berlin plaudert, wenige Stunden später entsprechen Trumps Forderungen beim Nato-Gipfel seinem Regierungsstil: nicht kleckern, besser klotzen – nach uns die Sintflut. Wer massive Nachzahlungen fordert, bescheinigt der Weltöffentlichkeit die eigentliche Absicht jener USA: Kriegsszenarien bedeuten Profite auf Kosten eines friedlichen Miteinanders.

Gewalt, Krieg und Terror – mittendrin eine Nato als Spielball ihrer Auftraggeber

In erster Linie betroffen: Europa nebst Russland, der Nahe und Mittlere Osten sowie Nordafrika. Solange keine Langstreckenraketen gen USA entsendet, darf dieser neue US-Präsident noch schalten und walten, wie es ihm gerade in den Kram paßt. Sein Vorgänger hat ganze Arbeit geleistet mit der Wiedereröffnung eines kalten Krieges, Feindbild Russland wurde spätestens durch den Maidan-Putsch vorgeführt.

Gleichzeitig erschufen mit 9/11 die Bushs die Öffnung der Büchse von Pandora, per War On Terror erklärt man gleich den Islam zum neuen Feindbild, schnell erschafft man einen IS, den es nunmehr global zu bekämpfen gilt. Dabei kommt der gezielt herbeigeführte Syrienkrieg zum Zuge, wo sich allerlei Terrorbanden austoben dürfen, selbst Deutschland per Bundeswehr-Kriegseinsatz verpflichtet wird.

Die Nato rückt in den Fokus größerer Aufmerksamkeit, schließlich löst man längst Krisen und Kriegskonflikte per Militärgewalt, seit dem Jugoslawienkrieg beweist sie ihre grausame Schlagkraft, kein Wunder, daß auch Russland sorgenvoll gen Westen blickt. Rüstungsdeals erlangen einen höheren Stellenwert als die eigene Bevölkerung, Trumps Sparkurs zur Versorgung der Armen im Lande unterstreicht dies exemplarisch.

Wer verliert am Ende? Trump durchs Amtsenthebungsverfahren oder unser aller Frieden?

Es wäre das erste Mal in der Geschichte der USA, sollte ein Amtsenthebungsverfahren tatsächlich erfolgreich verwirklicht werden. Viel wahrscheinlicher wird dieser Donald Trump seinen miserablen Regierungsstil fortsetzen, genauso wie seine ersten hundert Tage, die ohne Glanz und Glorienschein sich präsentierten. Enttäuschung auf ganzer Linie.

Aber wen interessiert das schon, die Welt wird viel zu sehr in den Bann sich verselbständigender Gewaltszenarien gezogen, sei es durch Terrorakte, Kriege oder andere Nöte, die noch bevorstehen, denken wir an Wetterextreme, hausgemachte Verarmung und sozialer Not, die vielfach stetig zunimmt.

Der längst neu entflammte kalte Krieg zwischen dem Nato-Westbündnis und Russland veranschaulicht auf erschreckende Weise, wie gleichgültig und menschenverachtend der Hegemon seine Ziele durchsetzen will. Freiheit um jeden Preis widerspricht jedweder friedlicher Koexistenz!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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Eine Antwort zu Nato-Gipfel: Trumps Forderungen entsprechen seinem Regierungsstil

  1. Arno von Rosen schreibt:

    Wenn Trump jetzt von uns fordert, keine Terroristen mehr in unser Land zu lassen, heißt das dann, dass er keinen Besuch mehr bei uns macht? 🙂

    Gefällt 1 Person

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