Manchester: Terroranschlag verdeutlicht seine perfide Absicht


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flickr.com/ Gene Hunt/ (CC BY 2.0)

„WeStandTogether“ schweißt die betroffenen Mancs zusammen

Mit großem Entsetzen mußte das Britische Königreich am Montagabend seinen diesjährigen zweiten Terroranschlag im nordwestlich gelegenen Manchester erleben, gegen Ende ihres Konzertes, die US-Sängerin Ariana Grande hatte just die Bühne verlassen, sprengte sich der mutmaßliche Täter, der 22-jährige Salman Abedi, gegen 23:30 (MEZ) in der Veranstaltungshalle Manchester Arena in die Luft und riß sich sowie 22 andere Menschen mit in den Tod, 59 Menschen wurden verletzt.

Am nächsten Tag verbleibt eine große Anspannung in der Stadt, die schon einmal vor 21 Jahren einen Terroranschlag durch die IRA erlitt, allerdings per Vorwarnung, so daß kein Mensch verstarb, aber dennoch 206 verletzt wurden. Der Slogan „WeStandTogether“ auf Werbetafeln schmückt nunmehr Manchester, schweißt die betroffenen Mancs zusammen.

Über 30 Terroranschläge weltweit in diesem Jahr

Verdeutlichen die Dramatik, die keineswegs von ungefähr kommt. In 21 Ländern verstarben dabei mindestens 423 Menschen, über 950 wurden verletzt, genaue Zahlen liegen nicht vor, wobei allein bei den drei Terroranschlägen in Pakistan mindestens 108 Tote und 323 Verletzte Opfer zu beklagen waren. Sowohl in Ägypten, im Irak und Syrien gab es ebenso etliche Terroropfer.

Erneut nimmt der IS einen Terroranschlag für sich in Anspruch, so wie jetzt in Manchester, was die Gefährlichkeit dieser Terrormiliz unterstreicht, wobei aber deren Argumentation, „Ungläubige“ terrorisieren zu wollen, Anschläge sollen der Rache gelten, im Widerspruch zum Islam selbst steht. Der Koran verbietet eine solche Handlungsweise explizit, weiterhin werden Muslime instrumentalisiert.

Kampf dem Terror – eine nahezu aussichtslose Aufgabe

Angst und Schrecken sollen derartige Anschläge verbreiten, was sie mit Bestimmtheit erreichen, direkt vor Ort, in den Köpfen etlicher Beobachter, ebenso Unbeteiligter an den Bildschirmen, bis hinein in Träume. Die Bevölkerung erlebt einerseits albtraumartige Eindrücke, andererseits folgen markige Worte verantwortlicher Regierungen, die dem Terror den Kampf ansagen.

Kann man solch heimtückische Terroranschläge stets verhindern? Im Endeffekt nicht, trotz zunehmender Überwachungen, Einschränkungen bürgerlicher Freiheiten gelingt es raffinierten Attentätern, Wege der perfiden Ausführung zu finden. Obendrein versagt die Weltpolitik selbst in Gänze, wenn man die eigentlichen Ursachen zunehmender Terroranschläge sich vergegenwärtigt, gleichzeitig deren dramatische Heimtücke, wobei möglichst viel Unschuldige in den Tod gerissen werden sollen.

Wer nach wie vor fleißig Waffengeschäfte forciert, ob hierzulande verstärkt oder wie in den USA seit eh und je, darf sich nicht wundern, daß jene Kriegsform weltweiten Terrors stetig zunimmt. Man sollte nicht nur, man muß nahezu allen Staaten unterstellen, daß sie letztendlich nicht unbeteiligt sind an einer Förderung des weltweiten Terrors. Gewalt entsteht niemals von ungefähr, aus einer Laune heraus, sondern sucht sich Wege nach einer langen Kette von Ungerechtigkeiten, von Versäumnissen in der Politik selbst. Solange die Menschheit in Saus und Braus lebt, während an vielen Orten Hunger und Elend vorherrschen, blühen kriminelle Machenschaften, die am Ende auch den Terror nähren.

Ein Kreislauf, der erst dann an bösartiger Nahrung verliert, wenn der Mensch endlich begreift, daß nur per Nächstenliebe, sozialer Gerechtigkeit und einer Ächtung des Überreichtums genug für alle vorhanden ist, um auf diesem Planet friedlich und ohne Entbehrungen zusammenzuleben.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Terror

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2 Antworten zu Manchester: Terroranschlag verdeutlicht seine perfide Absicht

  1. sunnymoeller schreibt:

    …und der Terror bekommt das, was er anstrebt. Mediale Aufmerksamkeit und Angst und leider auch eine erschreckende Gewohnheit….

    Gefällt 1 Person

  2. Auberge Keur Diame schreibt:

    Lieber Lotar
    Danke für diese Worte, die mir aus dem Herzen sprechen.
    Auch für mich sind diese Anschläge der Beweis, dass die Welt sich im Krieg befindet. Im Krieg um Profit, Geld und Macht. Im Krieg, um die letzten Ressourcen, um noch mehr und noch nachhaltiger aus zu beuten, Land zu stehlen, Menschen zu unterdrücken. Europa ist krank, angeschlagen und wehrt sich mit allen Kräften, das, was ist um jeden Preis zu erhalten, anstatt neue Wege ein zu schlagen. Neue Wege, die halt nicht mit Profit, Geld und Macht zusammen hängen, sondern wie Du schreibst, mit Nächstenliebe, Achtung und Respekt vor dem Andern.
    Und wenn mich nun auch noch das kleine Teufelchen reitet, möchte ich noch folgende Frage anfügen: Terroranschläge, damit der Bürger willig ist und eine totale Überwachung akzeptiert????
    Wie auch immer, ich sende Dir erst mal viel Sonne und Wärme aus dem Süden
    Mme Ruth

    Gefällt 1 Person

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