Trumps Sparkurs zur Versorgung armer Bevölkerung exemplarisch


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Was interessieren die Belange von „Verlierern“ in der Gesellschaft

Um noch eins draufzusetzen, wer perspektivlos auf der Sozialrutsche sich befindet, möge am besten Platz machen für andere, in Folge schnellstmöglich abtreten, um einem verbliebenen Sozialsystem nicht länger zur Last zur fallen. Dies mag jetzt reichlich überspitzt formuliert sein, trifft aber den Kern der Problematik.

In einer Welt der Aufrüstung, globaler Ausbeutung bis hinein in die letzten verbliebenen Winkel, um den sich ausbreitenden Überreichtum rücksichtslos zu bedienen, hat daraus entstehende Armut und Verelendung keinen Platz für einen selbstverständlichen Humanismus. Der wird als lästig empfunden, was wiederum US-Präsident Donald Trump dazu veranlaßt, auf Kosten der Ärmsten im eigenen Land zu sparen.

Purer Zynismus findet stets neue Wege der Rechtfertigung

Das dürfen wir hierzulande seit über zehn Jahren erleben, nachdem zuvor der siebte Bundeskanzler sich für den Niedriglohn stark machte, seine kaltherzige Rede in Davos wird unvergeßlich sich in die Köpfe seiner Kritiker verewigt haben, um im Anschluß per rot-grüner Regierungsgewalt das sozialrassistische Monstrum, die Agenda 2010, ins Leben zu rufen.

Seitdem gibt es in Deutschland Zwangsarbeit, wird sanktioniert, sterben manche dadurch oder darben ein Dasein in Obdachlosigkeit, Hauptsache Unternehmen profitieren von jener ausbeuterischen Schieflage, Dumpinglöhne sorgen für entsprechende Profite, der Abbau des ehemaligen „Vorzeige-Sozialstaates“ schreitet unmißverständlich voran.

Europa folgt mit Blick zu seiner größten Volkswirtschaft auf dem Fuße, selbst Frankreich überlegte des öfteren, ob eine Hartz-IV-Variante zu kopieren sei, traute sich allerdings bisherig noch nicht aus Angst vor heftigen Protesten. Doch dies kann man in kleinen Schritten durchaus wagen, vielleicht mit einem smart lächelnden Macron ein wenig einfacher. Was in den USA gang und gäbe, vermag europaweit ohne weiteres folgen: gezielt herbeigeführte Armut. Schließlich zählt stets die Wachstumsspirale, der sich alle zu beugen haben.

Das elendig bösartige Spiel bewußt herbeigeführter Kriegsszenarien

Die vereinfachte Form offenbarte Bertolt Brechts „Mutter Courage und ihre Kinder“. Inzwischen muß die Menschheit sich damit abfinden, Frieden soll nur bedingt stattfinden. Sobald der Überreichtum auch nur meint, er müsse sich einschränken oder weniger Profite erlangen, zögert er nicht im geringsten, Kriegsszenarien zu rechtfertigen. Man verdient sich dumm und dämlich in mehrfacher Hinsicht: an hohen Rüstungsausgaben, am Wiederaufbau.

Kein Wunder, daß ein Donald Trump dabei genauso funktioniert. Gerade empathielose Narzißten scheuen nicht im geringsten den Weg zu kaltherzigen Entscheidungen, wobei dann die eigene verarmte Bevökerung erheblich zu leiden hat. Hauptsache seine Geschäfte laufen genauso wie die Gleichgesinnter. Schließlich deckt sich das Establishment gegenseitig.

Aufrechte Menschen müssen nicht ständig kundtun, wie toll sie sind, was auch immer sie leisten oder vorhaben, sondern tun es einfach tagtäglich, betrügen dabei nicht und sind tatsächlich glücklich, ohne des öfteren aufgesetzt in eine Kamera zu grinsen.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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Eine Antwort zu Trumps Sparkurs zur Versorgung armer Bevölkerung exemplarisch

  1. cource schreibt:

    selbst die SPD/Andrea Nahles geht davon aus, dass ohne den niedriglohnsektor/agenda 2010 kein deutscher bereit gewesen wäre die dreckige schlecht bezahlte arbeit zu machen. d.h.: die agenda 2010 wurde geschaffen, um das systembedingte arbeitslosenheer zu zwingen sich zu versklaven

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