Uganda: Schimpansen in den Wäldern von Bugoma gefährdet


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Zuckerhersteller Hoima Sugar läßt sogar in Schutzgebieten abholzen

Es waren in erster Linie Frauen, die sich wissenschaftlich per Verhaltensforschung um Menschenaffen bemühten, denken wir an Dian Fosseys Gorillas, Birutė Galdikas Orang-Utans oder Jane Goodalls Schimpansen.

Letztere wird sicherlich ebenso sorgenvoll gen Uganda blicken, wo Schimpansen in den Wäldern von Bugoma gefährdet sind, weil der Zuckerhersteller Hoima Sugar rücksichtslos sogar in Schutzgebieten abholzen läßt.

Appell an Ugandas Präsident Yoweri Museveni

Der Verein Rettet den Regenwald richtet mit seiner Petition einen Appell an Ugandas Präsident Yoweri Museveni, er möge verhindern, daß das Bugoma Forest Reserve nicht weiterhin bedroht, die Firma Hoima Sugar gestoppt wird, die Wälder zu roden, zumal sie auf dubiose Weise obendrein eine Konzession für 99 Jahre erhalten hat.

Obwohl die Umweltorganisation National Association of Professional Environmentalists (NAPE) vor Ort schon seit etlichen Jahren sich beherzt engagiert, im Land selbst neun Nationalparks und sechs Wildreservate errichtet wurden, schaffen es manche Firmen wie Hoima Sugar dennoch, per Korruption ihr Profitstreben rücksichtslos voranzutreiben.

Es war Yoweri Museveni, der sich am Sturz jenes brutalen Diktators Idi Amin mit beteiligte, allerdings regiert Präsident Museveni bereits seit über 30 Jahren, wurde zuletzt 2016 in seinem Amt zum siebten Mal bestätigt.

Uganda sollte sich besser seiner Natürschönheit besinnen

Im eigenen Interesse, statt windige Geschäftsleute gewähren zu lassen, vor allem hinsichtlich der Wälder, der betroffenen Schimpansenpopulation. Die geringe Zuckergewinnung steht in keinem zu rechtfertigenden Verhältnis. Dies scheint weder Hoima Sugar zu interessieren noch die verantwortliche Politik in Uganda.

Wenn die Fortsetzung jener Waldrodung nicht gestoppt wird, können bereits in zehn Jahren die restlich bestehenden elf Prozent des noch vorhandenen ugandischen Waldes verschwunden sein, gleichwohl keine Schimpansen mehr im Lande leben, ebenso andere Tier- und Pflanzenarten wären betroffen.

Vor vier Jahren wurde eindringlich über die illegale Rodung in den Wäldern des Bugoma Forest hingewiesen, seitdem scheint sich kaum etwas geändert zu haben. Um so wichtiger dieser Appell und weitere Anmahnungen seitens beherzter Naturschützer.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Naturschutz

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