Wetter: Frühling der Extreme setzt sich fort


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Wetterkapriolen Anlaß zur Sorge?

Vorneweg kann wohl niemand leugnen, wie wichtig das Wetter auf uns wirkt. Der hektisch im Business Verfallene, wenn meist in geschlossenen Räumen sich aufhaltend, eher vom Wettergeschehen kaum betroffen etwas mitkriegt, steht im Gegensatz zu all denjenigen, die in gewisser Abhängigkeit dem Wetter ausgesetzt sind. Vor allem die gesamte Agrarwirtschaft.

Insofern betrifft es jeden. In diesem Jahr setzt sich der Frühling der Extreme fort, was keineswegs so verwunderlich sein dürfte, haben gerade in den letzten Jahren die Wetterextreme insgesamt zugenommen. Sollten die Wetterkapriolen etwa Anlaß zur Sorge sein?

Diesjähriger März im Bundesdurchschnitt gar zu warm

Eine Fortsetzung des ohnehin sehr milden Februars. Hatten wir noch im Januar teilweise längere Fröste, was die Jahre zuvor eher ausblieb, muß man dem ersten Frühlingsmonat März im Bundesdurchschnitt eine Temperaturerhöhung von 3,6 Grad bescheinigen, diese Abweichung bezugnehmend zum Klimarefenzzeitraum von 1961 bis 1990.

Während in den vergangenen 35 Jahren die wärmeren Märzmonate sich eher häuften, fielen in nur vier Monaten im selben Zeitraum sie winterlich aus, zuletzt vor vier Jahren. Gleich am Anfang des diesjährigen März zeigte sich die erste Frühlingswärme im oberbayrischen Wielenbach mit gemessenen 20,4 Grad, am 16. März erfreute sich Saarbrücken über warme 21,5 Grad und am 28. Andernach über 23 Grad. Die Durchschnittswerte beim Niederschlag wurden zwar erreicht, allerdings war es vom Hunsrück bis zur Eifel und in Rheinhessen zu trocken mit nur 25 Liter pro Quadratmeter im gesamten März.

Der April wurde nicht nur seinem Namen gerecht

Der schließlich macht, was er will. Erfreuten sich die meisten noch über anhaltend wärmere Tage zu Beginn des zweiten Frühlingsmonats, am Oberrhein wurde gar die hochsommerliche Temperatur von 26,1 Grad am 10. April gemessen, setzte in der zweiten Aprilhälfte ein dramatischer Wechsel ein.

Bis hinein ins Flachland gab es in Folge Schneefälle, starke Frostnächte setzten besonders Obstbauer und Winzer zu, bei manchen gab es sogar Totalverluste. Die Nacht zum 20. April war nahzu im gesamten Bundesgebiet vom Frost gezeichnet. Insgesamt war der diesjährige April der kälteste seit 16 Jahren mit einer durchschnittlichen Temperatur von 7,5 Grad.

Obendrein war es relativ trocken bei 40 l/qm. Im Süden allerdings fielen bis zu 200 Liter Niederschlag pro Quadratmeter, während in Teilen von Rheinland-Pfalz und im Saarland gar kein Regen fiel.

Wonnemonat Mai versprach zunächst eher einen kühlen Start – folgt der Sommer?

Zunächst folgte nach dem kalten Ende des Aprils die Fortsetzung zu Beginn des Mais, manche schauten unheilvoll gen Himmel, bei trügerischem Sonnenschein wollte sich keine Wärme einstellen. Wenigstens fiel manch Regen ebenso im trockenen Rheinland-Pfalz. Kommt jetzt der Sommer zu Beginn der dritten Mai-Woche? Zumindest zeigen dies die Prognosen für die nächsten Tage, mancherorts darf sogar mit frühsommerlichen Temperaturen im Süden und Westen des Landes gerechnet werden.

Wir sollten uns allerdings aufs Wetter mit gravierenden Unterschieden einstellen, sowohl was die Regionen anbelangt als auch das Wetter selbst. Einerseits kann man durchaus mit einem schalkhaften Grinsen auf den Lippen dem Wettergeschehen folgen, andererseits sollte Mensch nicht zu unbedarft weltweit sein Treiben fortsetzen. Zwar gibt es noch etliche, die einen menschengemachten Zusammenhang beim Klimawandel leugnen, dennoch sollte diese sture Arroganz sich selbst die Frage stellen, warum folgenschwere Wetterextreme vermehrt zunehmen. Natürlich kann man dies sich schönreden, es hätte schon immer solche Phänomene gegeben. Aber verhindert werden sie dadurch mitnichten, sondern uns wesentlich öfters beschäftigen.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Klima/Wetter

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2 Antworten zu Wetter: Frühling der Extreme setzt sich fort

  1. Ursula Eggison schreibt:

    Autoabgase, Kuhmist, Urwald roden – das alles trägt sicher zum Klimawandel bei. Ich denke aber, der größte menschengemachte Anteil geht auf militärische Aktivitäten zurück: Atombombentests, Chemtrails, EMP-Waffen (HAARP), und schon allein der ganze richtig giftige Treibstoff, den all die Militärjets täglich weltweit benutzen.

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  2. marisasminds schreibt:

    Hat dies auf Marisa's Mind rebloggt.

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