Olympische Spiele in Tokio: Das Volk der Penan wird weiterhin bedroht


https://www.flickr.com/photos/foei/5761000681/sizes/z/

flickr.com/ Friends of the Earth International/ (CC BY-NC-ND 2.0)

Stoppt den malaysischen Konzern Shin Yang

Jahrzehntelang bedrohen Konzerne, die Behörden vor Ort das indigene Volk der Penan, trotz etlicher Proteste der Indigenen selbst, von Organisationen und Vereinen bis hin zum Schweizer Ethnologen und Umweltaktivisten Bruno Manser, der seit 25. Mai 2000 zunächst vermißt, inzwischen knapp fünf Jahre später für verschollen erklärte wurde.

Nachdem wir vor rund einem Jahr über die Spur der Pamlöl-Mafia, dem Schweizer Freihandelsabkommen zwischen Indonesien und Malaysia berichteten, den sich formierenden Druck in der Öffentlichkeit, scheint auch der malaysische Konzern Shin Yang im Zusammenhang mit den für 2020 geplanten Olymischen Spielen in Tokio bei der illegalen Abholzung von Regenwäldern auf Borneo beteiligt zu sein, bedroht somit das Volk der Penan. Der Verein Rettet den Regenwald setzt sich mit dieser Petition „Opfert unseren Regenwald nicht für Olympia!“ ein.

Jede Gelegenheit birgt ein Chance trotz anhaltender Gleichgültigkeit

Was muß noch alles geschehen, bis die Weltöffentlichkeit endlich mit Nachdruck das Volk der Penan vor mehr Leid bewahrt? Wieviel Regenwald dürfen Konzerne wie Shin Yang ungestraft vernichten, davon nicht nur äußerst lukrativ profitieren, sondern obendrein diesem betroffenen Volk die Lebensgrundlage nehmen, ohne irgendwelche greifenden Konsequenzen?

Die mitverantwortliche Weltpolitik schaut nahezu tatenlos zu trotz zunehmender Protestwellen und nichts geschieht? Da werden Erinnerungen wach ans großartige Buch „Tropischer Regenwald Der Garten Eden darf nicht sterben“ mit einem Vorwort von Helmut Kohl aus dem Jahre 1993. Und was geschah seither? Zu wenig.

Die Regierungen der betroffenen Länder vor Ort lassen sich schmieren, Korruption bahnt sich Wege bis in die Regenwälder selbst, indigene Völker sind genauso betroffen wie die ungehemmte Zerstörung der Baumriesen, somit der wertvollen Fauna. Umso wichtiger, jede Gelegenheit gezielter Poteste aufrecht zu halten und zu nutzen, nicht nachzulassen trotz anhaltender Gleichgültigkeit.

Ein Ende dennoch keineswegs in Sicht

Der Konflikt im Bundesstaat Sarawak begann bereits in den 1960er Jahren, der Hunger nach Palmöl und wertvollen Hölzern trieb genauso wie weltweit in anderen Regenwäldern entsprechende Konzerne und Firmen dazu, ungehemmt sich zu bereichern. Solange noch Großbanken mit im perfiden Spiel sowie etliche verantwortliche Politiker, ändert sich wohl kaum etwas zum Guten, dürfte ein Ende keineswegs in Sicht sein.

Wer möchte, kann sich am Ende dieses Artikels den eindrucksvollen Film „Bruno Manser -Laki Penan“, den Christoph Kühn drehte und der 2007 erschien, gern anschauen.

Was ist das für eine Welt, die Mensch sich erschafft? Hunger und Elend, Krieg und Zerstörung, statt im Einklang mit sich selbst und der Natur friedlich zusammen zu leben.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Bedrohte Völker

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Bedrohte Völker abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s