Im Einklang sein mit sich und der Welt da draußen


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Jeder ist seines Glückes Schmied – eine Gratwanderung

Ein jeder weiß, wozu Sprache dient, sich mit ihrer Hilfe mitzuteilen, wobei all jene, denen dies aus unterschiedlichen Gründen versagt bleibt, selbstverständlich andere Möglichkeiten der Mitteilung anwenden, von rein sichtbarer Gebärdensprache bis hin zur schriftlichen, mittels Tastendruck oder dem Zucken des Augenlides.

Das überlebensnotwendig Pragmatische beinhaltet die große Gemeinsamkeit, ohne bei der Kommunikation unverstanden zu bleiben oder auch hilflos ausgeliefert zu sein in Notsituationen. Wer sich im sozialen Miteinander in der Gesellschaft auf andere einläßt, sein Leben gestaltet, erfährt Momente des Leids, aber auch des Glücks im Alltag. „Ein jeder ist seines Glückes Schmied“, heißt es. Eine Gratwanderung. Wichtig dabei, im Einklang mit sich und der Welt da draußen zu sein.

Es gilt dabei, seinen inneren Frieden zu finden

Die Auseinandersetzung mit dem Glück verursacht genauso wie die Liebe oder der Haß eine ungeahnte, ellenlange Diskussion, weil ein jeder gern seine ganz eigene Interpretation anführt oder meint, für sich entdeckt zu haben. Grundsätzlich dürfen wir uns sehr wohl darauf einigen, daß Glück ein Gefühlszustand allgemein umschreibt. Das Wort selbst aus dem Mittelniederdeutschen stammend „gelucke“ oder dem Mittelhochdeutschen für „gelücke“, was soviel wie „Art, wie etwas endet/gut ausgeht“ bedeutete. Zuvor somit viel mehr Unglück herrschte? Nein, dazwischen spielt sich bekanntlich das ganz normale Leben ab, unser Alltag.

Muß man nicht davon ausgehen, daß in heutigen gestreßten Zeiten der Mensch viel eher vor lauter Ängsten, denken wir an Arbeitsplatzverlust, Armut, Kriege, Terror etc. kaum seinen inneren Frieden finden kann? Neidvoll schauen manche Zeitgenossen auf die sehr seltenen Glücklichen, die vielleicht mal im Lotto gewonnen haben oder mal im Spielcasino, auf diejenigen, die hineingeboren wurden in ewiglichen Reichtum, aber sind sie deshalb automatisch gleich glücklich? Der Zustand des Glücks beinhaltet keineswegs seine Selbstverständlichkeit, die sich am Materiellen orientieren mag, sondern läßt genau den Raum zu, den der eigene innere Frieden zunächst erst mal erkennen sollte, um davon zehren zu können.

Die Frage nach dem eigenen Sein, die Suche nach dem Sinn des Lebens

Man kann dem Menschen den inneren Frieden veranschaulichen wie bei Aristoteles, oder im Buddhismus, wo die „eigene Mitte gefunden wird“, sich dadurch all die Kanäle wie von selbst öffnen, Glück einen wesentlich höheren und vor allem längeren Stellenwert vermitteln, darüber hinaus die Glücklichen ihre nächste Umwelt in den Bann ziehen, sie gleich mit zu beglücken.

Kein Wunder, daß bis heute die Frage nach dem eigenen Sein, die Suche nach dem Sinn des Lebens boomt, welches gleichzeitig in trauter Gemeinsamkeit der Glücksmomente sich genau so schnell verlieren kann, vor allem wenn künstlich eingegriffen Drogen ganz besonders heftig mit ins Spiel gelangen. Ein gezielter Rausch eine zeitlang die Realität entrückt, um sich Glück zu verschaffen, was im nächsten Moment wieder verschwindet? Ganz einfach, Mensch hat noch nicht seine Mitte, seinen inneren Frieden gefunden. Eigentlich gestaltet sich das Leben völlig simpel, wir müssen lediglich zielstrebig diesen Zusammenhang verstehen, erkennen und umsetzen, und schon führt uns dieser Weg zu einer gewissen Zufriedenheit, mit garantieren Glücksmomenten reichlich garniert. Klingt dies zu abstrakt, weil nicht konkret greifbar?

Komplexere Zusammenhänge in Abhängigkeit zum Glück?

Meist profitieren gerade einfache Menschen, was jetzt keine Beurteilung ihres Geistes, ihres Intellekts oder gar ihres Charakters darstellen soll, sondern viel eher unkomplizierte Wesen, die halt sich nicht in lauter Selbstzweifel verrennen oder gar nahezu am Rande des Wahnsinns angekommen sind, genau davon und empfinden Glück wesentlich schneller, länger und genießen es mitunter des öfteren.

Vermögen sie deshalb gleich ausgeglichener, unbelasteter und darüber hinaus im Leben ungefährdeter sein? Sehr wahrscheinlich dürfen wir davon ausgehen. Dennoch sollte man stets vorsichtig mit Allgemeinplätzen hantieren, die Fallen einer zu vorschnellen Einschätzung sind bekannt. Glück steht nämlich stets in Abhängigkeit von sehr komplexen Zusammenhängen, die kein Mensch wirklich leicht durchschauen vermag, selbst wenn eine schnelle Lösung vordergründig zur Hand.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gesellschaft

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