Bienen: Nervengifte der Chemieriesen verbieten


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Petition kurz vorm Etappenziel

Viel zu lang haben bisherig Gesellschaft und Politik die chemische Industrie gewähren lassen, sie nicht in ihre Schranken verwiesen. Profitsegen einhergehend mit gewissen nutznießerischen Gefälligkeiten, die durchaus an Bestechlichkeit und Korruption bis hin zur Vetternwirtschaft erinnern, verhinderten durchgreifende Verbesserung im Sinne des Naturschutzes, um Bienen eben nicht zu gefährden.

Stattdessen hofiert die verantwortliche Politik weiterhin gewissenlos Chemiekonzerne,   Dow AgroSciences erhielt einfach die Genehmigung fürs Insektizid Soxaflorulf seitens der EU, während die USA es verboten. Unfaßbar, mit welcher Dreistigkeit die berechtigt angemahnten Belange und Sorgen der Bienenzüchter einfach ignoriert werden.

Ein Appell an die Bundesregierung, die EU und den Europäischen Gerichtshof

Während auf Europas Äckern ein gewaltiger Giftkrieg gegen die Natur tobt, startete der Verein Rettet den Regenwald die Petition „Die Bienen brauchen unsere Hilfe: Gefährliche Gifte verbieten“, die bereits knapp 177.000 Menschen unterzeichneten, es fehlen noch rund 23.000 Stimmen bis zum Etappenziel.

Verwundert muß man feststellen, daß einerseits die EU-Kommission sich zwar ein Stückweit einsichtig zeigte, in dem sie wenigstens den Einsatz gewisser Gifte wie Fibronil, die Neonicotinoide Clothianidin, Imidachlorpid und Thiamethoxam einschränken ließ, Sulfoxaflor dennoch genehmigte. Der Verdacht, in wie weit selbst EU-Politik sich seitens der Chemiegiganten gängeln läßt, bestätigt sich dadurch. Grund genug, erst recht zum Schutze der Bienen an die verantwortliche Politik zu appellieren!

Reelle Chancen auf Einsicht?

Mit dieser Petition darf man zumindest die Hoffnung hegen, daß die Mitgliedsstaaten der EU mehrheitlich einem europaweitem Verbot von Nervengiften zustimmen. Bienenvölkern sowie anderen betroffenen Insekten blieben jene Giftcocktails erspart.

Wie im Appell vermerkt, könnte bereits jetzt Mitte Mai durch die EU-Mitgliedsstaaten eine Entscheidung zugunsten des Naturschutzes gefällt werden. Angesichts zurückliegender Vorfälle verbleiben dennoch Zweifel, ob die Politik sich am Ende durchsetzt. Vergessen und unterschätzen wir nicht, mit welchen Tricks ganzer Rechtsabteilungen die Chemieriesen ihre entwickelten Waren unbedingt verkaufen wollen, dabei rücksichtslos das Leid vieler Insekten in Kauf nehmen, was letztendlich auch den Menschen selbst erheblich schadet.

Während Jane Fonda mal äußerte, wir gingen mit dieser Welt um, als hätten wir noch eine zweite im Kofferraum, setzt sich besonders die verantwortliche Politik darüber hinweg, genau dies zu verhindern: Hauptsache der Profit stimmt, was interessieren da schon Mensch und Natur.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Naturschutz

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Eine Antwort zu Bienen: Nervengifte der Chemieriesen verbieten

  1. jpwpsite schreibt:

    Der Bienenschutz gegen westliche Werte – keine Chance – Leider. Im Film „Warum die Bienen sterben“ wurde ja gezeigt was „wissenschaftlich“ ist. Nur das, was man messen kann. Und da das für die Bienen nicht reicht, Pech gehabt.
    Trotzem Danke fürs Einstellen werde es an meine Imkerkollegen weiterleiten.
    Jörg

    Gefällt 1 Person

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