Nordkorea-Konflikt: Von Deeskalation keine Spur


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Krieg inzwischen unvermeidbar?

Das kleine Nordkorea konnte gut siebzehn Jahre lang seine militärische Raketentechnik nahezu ungestört entwickeln, alle schauten zu und ließen die Kim-Dynastie gewähren. Doch gerade Kim Jong-un zog es erst recht vor, die USA zu provozieren, seitdem Donald Trump neuer Präsident scheint erst recht Nordkoreas Oberster Führer sich dazu berufen zu fühlen. Von Deeskalation keine Spur.

Die Verlegung der „USS Carl Vinson“ vor die koreanische Küste beflügelte Kim wiederum mit der Androhung, den US-Flugzeugträger mit einem Schlag zu versenken. Müssen wir insofern davon ausgehen, daß ein Krieg inzwischen unvermeidbar kaum noch gestoppt werden kann?

Allianzen, Bündnisse und fragliche Konstellationen

Mittendrin Nordkorea, inzwischen ziemlich isoliert, obwohl kürzlich noch von der VR China in Zaum gehalten. Etwas weiter nördlich kann auch Russland nicht gleichgültig hinwegsehen, wenn sowohl Kim Jong-un massiv droht als auch die Weltpolitik unter der Fuchtel der USA steht, hatte doch zumindest der UN-Sicherheitsrat einstimmig Nordkoreas Raketentest verurteilt.

Wenn da nicht noch Japan und das direkt betroffene Südkorea wären, schließlich haben jetzt die USA mit dem Aufbau des umstrittenen THAAD-Raketenabwehrsystems begonnen. Die Zeit der Drohgebärden erreicht nunmehr wohl ihren Höhepunkt, verständlicherweise fühlt sich China ebenso bedroht, dies erinnert an Parallelen zum Raketensystem in Polen, welches gen Russland gerichtet. Stets wenn der Hegemon seine militärische Präsenz verstärkt, müssen zwangsläufig die Alarmglocken klingeln.

Einerseits besteht die reale Bedrohung seitens Nordkoreas, andererseits verhält sich Russland neutral und China setzt auf eigene Sicherheitsinteressen, schickt 100.000 Mann an die Grenze zu Nordkorea. Der Konflikt kann dramatischer kaum noch sich offenbaren, zumal längst Japan mit involviert, gleichwohl mit einem Krieg rechnet.

Ein Zündfunken löst Worst Case zum dritten Weltkrieg aus?

Nirgendwo auf der Welt stehen sich die Machtblöcke dermaßen dicht gegenüber wie um Nordkorea. Während die VR China vieles daran setzt, sich mit dem neuen Präsidenten im Weißen Haus zu arrangieren, die Spannungen zwischen den USA und Russland einem zweiten Kalten Krieg gleichen, provoziert das weltweit isolierte Nordkorea völlig bedenkenlos.

Manche interpretieren Kim Jong-uns Verhalten als Hilferuf, weil dessen Ängste vor China durchaus vorhanden, dennoch scheint Donald Trumps Androhung eines militärischen Alleingangs näher zu rücken, keineswegs zufällig ruft er jetzt alle Senatoren ins Weiße Haus.

Alles ebenso nur Drohgebärden ohne wirkliche Konsequenzen? Alle Beteiligten täten gut daran, erst recht den politisch diplomatischen Weg zu suchen, sich untereinander abzustimmen, ansonsten kann schnell ein Zündfunken den Worst Case zum dritten Weltkrieg auslösen, alldieweil genügend andere Konflikte und Kriege anhalten im Hinblick zum Nahen und Mittleren Osten oder der Ukraine.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Politik

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