Wege aus der Misere allenthalben vorhanden


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Mit 180 gegen eine Mauer – Rückbesinnung vonnöten

Das Meckergen, Besserwisserei greift mal wieder um sich, besonders wenn jemand eine Wahl für sich entscheidet wie jüngst Emmanuel Macron. Nach ihm soll es der Front National schaffen, weil bereits logisch ausgemacht, dem Neoliberalismus der Rechtsradikalismus folgen möge. Dies sei halt so, unumstößlich. Als ob es keine anderen Alternativen gäbe.

Wie auch. Die Grünen haben es verbockt, mit der SPD aufgezeigt, was Verrat am Volk heißt per Kriegsbefürwortung und Sozialabbau, siehe Agenda 2010 hierzulande. Dazwischen eine Piratenpartei, die sich mal versuchen durfte. Den Linken traut man ohnehin nichts zu, da der Kommunismus sich erledigt hat, sowieso keinerlei Chancen der Entfaltung hatte im weltweiten dominierenden Kapitalismus. Selbst jenen Linken, die wenigstens den Sozialismus hochhalten, mißtraut man, sie könnten ja klammheimlich die olle DDR und Marxismus wieder als Allheilmittel glorifizieren oder gar Maoismus.

Neid und Habgier – Menschheit verbannt keineswegs jenes Muster

Was verbleibt außer der Fortsetzung neoliberal vorherrschender Politik, einer Ausbeutung par excellence? Angeblich der Rechtsradikalismus. The worst case. Schon mal darüber nachgedacht, daß es eine gänzlich andere Politik geben könnte? Ohne das Hauptproblem überhaupt zuzulassen? Na, was wird dies wohl sein?

Genau. Überreichtum, den Fokus auf Habitus gerichtet. Eine vollkommen verkehrte Einstellung, die immer zu noch mehr Gier und entsprechende Gewalt führt, dieser Materie habhaft zu werden. Folglich zu Mißgunst, Neid und Habgier führt. Was aber kann Mensch real tun, um genau jene Muster zu verbannen? Immerhin übt er dies seit abertausenden von Jahren aus. Wirklich und überall? Nein. Es gibt auch heute noch Naturvölker, die im Einklang mit sich und Mutter Natur friedlich zusammenleben. Das ist allerdings die Ausnahme.

In anderen Worten, Menschheit dreht sich seit eh und je im Kreis, befindet sich nonstop am Scheideweg, ohne tatsächlich all jene von dannen zu jagen, die stets ihre Macht ausspielen. Dann lieber brav gehorchen, weil man von klein auf lernte, der Obrigkeit nicht zu widersprechen, lieber zu kuschen, anstatt Ungerechtigkeit zu trotzen. Das beginnt in jeder Gruppierung, der Dominante führt sie an, Mensch klammert sich ans Alphatier. Solange wir Menschen diesen Kreislauf nicht durchbrechen, ändert sich nichts.

Gefangen im Sisyphos-Effekt

Was nützen die hilfreichen Erkenntnisse, die philosophischen Zusammenhänge, denken wir gerade an Carl Gustav Jung oder Erich Fromm, wenn Mensch sie nicht umsetzt? Dann lieber den bequemen Weg der Ernüchterung, der Resignation geht? Als ob Mensch mit 180 km/h gegen eine Mauer zurasen würde, ungebremst, bedenkenlos? Mag übertrieben dargestellt wiedergegeben, aber letztendlich beinhaltet der Leidensweg ähnliche Parallelen. Rückbesinnung vonnöten?

Ganz so einfach scheint es nicht zu funktionieren. Solange Menschen nicht real ihre Politik, ihr Handeln hinterfragen, bleibt alles beim alten. Der Vergleich zu Sisyphos mag gar nicht so verkehrt sein, der bekanntlich ewiglich einen Felsblock einen Berg hinaufwälzen muß, allerdings dieser kurz vorm Gipfel ihm stets entgleitet, woraufhin jenes Martyrium sich ständig wiederholt. Auch die Menschheit scheint nicht ihr dramatisches Laster zu überwinden, endlich wahrhaftige Gerechtigkeit zu leben!

„Die Ungerechtigkeit der Geschichte besteht darin, daß wir die gleichen Augen und Ohren haben wie unsere Vorfahren, obwohl wir weit mehr hören und sehen als sie.“ (Ernst R. Hauschka)

Was sollten wir daraus lernen? Ganz einfach, Mensch ignoriert seine Sinne und den Verstand in dem Augenblick, wo bestimmte Mächte sich über ihn hinwegsetzen. Solange er weiterhin vor Obrigkeiten buckelt, die ihn tyrannisieren, ändert sich nichts.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gesellschaft

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