Weltpolitik unter der Fuchtel der USA


https://www.flickr.com/photos/izoo3y/8738387206/sizes/z/

flickr.com/ izoo3y/ (CC BY-SA 2.0)

Wer sich gegen sie positioniert, wird als Schurkenstaat gecancelt

Wer nicht für Putin ist, wird gleich als US-Freund betrachtet. Wer zurecht den Hegemon, die USA, anprangert, wird gleich als Putinist beschimpft. Sagt mal, geht’s noch?

Man sollte endlich mal wesentlich mehr differenzieren. Auch was manch unsägliche Diffamierung anbelangt, nur weil Sahra Wagenknecht berichtigterweise Putins Zurückhaltung schätzt, nachdem die USA bisherig alles tun, um Russland zu provozieren, siehe Maidan-Putsch, Ukraine-Krieg, Syrien-Krieg, Nato-Ostererweiterung. Das heißt aber mitnichten, Wladimir Putin selbst nicht unter die Lupe zu nehmen und alles gutzuheißen, welche Politik er in seinem Land praktiziert.

Politik fördert Schwarz-Weiß-Denken – die USA bestimmen das Tempo

Genau das zeichnet nämlich eine freiheitliche Demokratie aus, Kritik ausüben zu dürfen, ohne einer Zensur oder Gängelung bis hin zu Freiheitsentzug verbunden mit langer Gefängnisstrafe, im Extremfall zur Hinrichtung. Die Welt muß sich mit ihren Herrschern auseinandersetzen, ihnen auf die Finger schauen, notfalls eine Staatengemeinschaft entsprechend reagieren, wenn manche über die Stränge schlagen.

Soweit so gut in der theoretischen, ideellen Überlegung zusammen mit gewissen inzwischen installierten globalen Beobachtungsorganisationen wie beispielsweise den Vereinten Nationen und ihrem Sicherheitsrat. Jüngstes Beispiel: Einstimmig verurteilten die 15 Mitglieder des Gremiums Nordkoreas letztmaligen Raketentest. Selbstverständlich muß man die Bedenken Russlands akzeptieren, das immerhin die USA zurecht anmahnte, diese wollten zu „abrupt“ den neuen Beschluß durch den Sicherheitsrat peitschen.

Mit demselben atemberaubenden Tempo verhalten sich unübersehbar diese USA weltweit, wenn es um schnellstmögliche Lösungen in ihrem Sinne geht. Die Liste angeblich bedrohlicher Szenarien wächst kontinuierlich, eine blutige Schneise zieht ihre Bahnen quer über den Globus. Während dieser Hegemon mit aller Deutlichkeit nach wie vor an dem Feindbild Russland festhält, hat er dabei keinerlei Skrupel, immer mehr Staaten als potentielle Bündnispartner an sich zu binden. Eine einmal ins Leben gerufene Abhängigkeit, aus der es dann kein Entrinnen mehr gibt. Vorneweg Deutschland.

Merkel buhlt um Sympathiepunkte beim neuen US-Präsidenten

Hatte noch die Bundeskanzlerin zusammen mit den Medien dieselbe Skepsis walten lassen, inwiefern der neugewählte US-Präsident seine Politik ausrichten würde, legten sich nach ihrer USA-Visite und Trumps völkerrechtswidrigen Bombardierungsbefehl gen Syrien ihre Bedenken, löste sich nahezu in Luft auf.

Die von ihrem Vater als offizielle Sicherheitsberaterin benannte Tochter Ivanka Trump plaudert demnächst völlig selbstverständlich mit Frau Merkel am Rande der W20-Konferenz zur Förderung von Frauen in der Arbeitswelt, woran sie ebenso teilnimmt, sieht Deutschland als Vorbild. Frauenpower pur nach außen getragen als vermitteltes Bild, wen interessieren dabei Bedenken, wenn es um Vorteile im Amt und den ewiglichen Kadavergehorsam Deutschlands gegenüber jener USA geht. Hauptsache die Augen geradeaus gen mögliche Feindbilder gerichtet.

Stell dir mal vor, diese USA sind ein Auslaufmodell, nur kaum jemand merkt es

Zu sehr über die Stränge geschlagen mit solcher Behauptung? Keineswegs. Doch dazu bedarf es einer gesamtumfassenden Blickrichtung, inwiefern der anhaltende Raubtierkapitalismus die Weltmärkte nicht nur beherrscht, ganze Länder ausplündert, die Völker dadurch verarmen, während eine sehr kleine Klientel im Überreichtum badet, bis hin zu kriegerisch zerstörenden Szenarien, die inzwischen obendrein den weltweiten Terrorismus ausbreiten.

Die USA haben letztlich fertig. Nur wollen dies die meisten nicht wahrhaben, halten fest an den angeblich so vorteilhaften Idealen, die in Wirklichkeit auf Pump, Expansion und grenzenlose Bereicherung beruhen, wobei die meisten Menschen eben nicht berücksichtigt werden, selbst Menschenrechte genau dann ein jähes Ende finden, wenn es den Herrschaften nicht mehr in den Kram paßt. Wer sich still fügt, wird noch geduldet. Es gilt daher, dieses System zu durchschauen, andere Wege zuzulassen, bevor eine NWO uns alle am Ende überwachend unterdrückt.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Quergedachtes abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s