Armut: Friedliche Koexistenz mehr denn je gefährdet


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flickr.com/ christoph.wesemann/ (CC BY-NC 2.0)

Deutschlands verlogene Politik Steigbügelhalter des Sozialabbaus

Die Antwort auf die Frage, ob Krieg oder Frieden zwischen Menschen sei, läßt sich heute gezielt beantworten, weil unsere Spezies alles unternimmt, ein friedliches Zusammenleben zu gefährden. Und zwar tagtäglich nahezu überall. Insofern leben Naturvölker im Grunde wirklich im friedlichen Einklang mit sich selbst und ihrer näheren Umgebung.

Doch auch sie werden zunehmend an den Rand gedrängt, verfolgt oder einfach ermordet. Profit kennt kein Erbarmen, entweder man ordnet sich ihm unter oder hat das Nachsehen. Welch allgemein gehaltene Erkenntnisse, ein Wissen, daß sich schnell angeeignet werden kann, wer ein wenig recherchiert. Doch wie ist es mit uns vor Ort bestellt? Bemerken die meisten überhaupt, was da vor unseren Augen, in der Nachbarschaft geschieht? Vielleicht nicht in unmittelbar naher, aber in anderen Stadtteilen großer Städte?

Bundesregierung ignoriert eigene Politik des sozialen Kahlschlags

Deutschland, die reichste und größte Wirtschaftsmacht Europas, mit eines der reichsten Länder der Erde duldet eine zunehmende Armut im eigenen Lande, den einstigen Sozialstaat gibt es de facto nicht mehr mit Blick zur Agenda 2010, den Hartz-IV-Gesetzen, erschaffen während rot-grüner Regierungsverantwortung, mitgetragen und verschärft durch die Große Koalition.

In beiden Fällen diese SPD verantwortlich, die nunmehr mit ihrem Martin Schulz und dessen vollmundigen Versprechen für mehr Gerechtigkeit wirbt. Welche Gerechtigkeit? Die, jene Steuerschlupflöcher für Konzerne duldet, keine Vermögenssteuer vorsieht, eine Sanktion als richtig gutheißt, obwohl sie ein Darben unterhalb des Existenzminimums bedeutet, es zuläßt, daß bedarfsabhängige Hartz-IV-Leistungen real und im Verhältnis zur Einkommensentwicklung sinken? Sogar die Europäische Kommission rügt heftig die deutsche Regierung, diese habe in einem Zeitraum von 2008 bis 2014 im hohen Maße zur Vergrößerung der Armut beigetragen.

Und wie reagieren die Angesprochenen? Mit Gleichgültigkeit, eine Ignoranz, die gen Himmel stinkt! Es liegt erneut an den Wählern selbst, ob sie einer derartig menschenverachtenden Politik ihre Stimme geben, mit einer FDP oder gar einer AfD in der Regierungsverantwortung würde sich dahingehend ebenso nichts ändern. Sie verbliebe beim derartigem Schalten und Walten, einem Gutdünken zu ungunsten der an den gesellschaftlichen Rand Gedrängten.

Gesellschaftsmodell eines eiskalten Raubtierkapitalismus

Steigende Armut zulassen, um all jene zu erpressen, die nicht mitspielen bei perfider Leistungsdruckspirale, weil sie weder die Chancen erhalten noch ihnen hilfreiche Hände gereicht? Verlierer haben sich zu fügen, eine Gesellschaft der Gewinner, der Ellenbogenmentalität entspricht exakt weltweiter Außenpolitik.

In sofern das sich widerspiegelnde Gesellschaftsmodell eines eiskalten Raubtierkapitalismus. Ein schnödes Wort, welches Raubtiere per se verunglimpft. Im Zusammenhang eines Raubes an Humanismus, an Nächstenliebe, eben zunehmendes Elend zu dulden, mit zu verantworten, weil grenzenlose Gier dies mit sich bringt, paßt dieser dennoch hinkende Vergleich, um jene bösartige Politik zu beschreiben.

„Sich mit wenigem begnügen, ist schwer, sich mit vielem begnügen unmöglich.“ (Marie von Ebner-Eschenbach)

In der Bescheidenheit zeigt sich erst, daß viel Materie ein Balast, Reichtum zu horten, die eigene Sicherheit gefährdet. Warum? Weil am Ende jeder Ausbeutung die Armut ihren Tribut vollkommen zurecht einfordert!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gesellschaft

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