Der Letzte ziehe den Stecker


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Raketen schwirren durch die Luft,
tauchen in blaue Himmelssphären.
Menschen ergrauen über Nacht,
manche liegen in blutüberströmter Gruft.
Politiker wollen nichts im geringsten klären,
Diplomatie eingetauscht, völlig unbedacht.

Ein Feindbild wird bewußt inszeniert,
Waffengeschäfte florieren mehr denn je.
Gewalt beherrscht Gedanken weltweit,
wer hat all die Menschen zu Kriegen verführt?
Daß jenes bösartige Treiben erneut gescheh?
Armeen unerschrocken stehen stramm bereit.

Lieber Gott im Himmel, laß mich fort,
bevor die Welt lauter Töne die Stille durchdringt.
Keine Macht sorgt sich um Frieden,
der bald verloren an jedem Ort.
Oh, wie dieses Verbrechen gen Himmel stinkt,
all die Liebe beendet, das Gespräch vermieden.

Der Letzte ziehe bitte den Stecker,
weil Menschheit sich verliert im Überfluß.
Wer meint, Gott weint, hat den Sinn nicht verstanden.
Der stellt sich niemals einen Wecker,
entscheidet, wann folgt unser Schluß,
ist nur der Mensch, der kommt abhanden.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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