Tierschutz lediglich eine perfide Rechtfertigung


https://pixabay.com/de/k%C3%BChe-nutztier-viehfutter-maul-nase-552947/

pixabay.com

Tierleid wird billigend in Kauf genommen?

Um die selbstverschuldete Mitbeteiligung am Tierleid einfach zu ignorieren, mag man das eigene Gewissen mit simplen Mitteln beruhigen, kann dies eine scheinbar moderate Möglichkeit darstellen, vielleicht sich mit diesem erst gar nicht auseinanderzusetzen. Was nicht gesehen und erhört, geht einem nichts an? Daher sollte man den Tierschutz lediglich als eine perfide Rechtfertigung betrachten, solange Mensch bestialisch agiert, stellt er ein zynisches Lippenbekenntnis dar.

Kann man das unendliche Leid verhindern? Mit welchem Recht maßt sich unsere Spezies an, darüber zu richten, wann Tierschutz vor allen Dingen wie greift oder eben Tierleid billigend in Kauf genommen wird?

Nutztiere ein Widerspruch in sich

In einigen Ländern und Kulturen tauchen kaum Fragen auf, wie es den Tieren ergehen mag, hat sich eine gewisse Selbstverständlichkeit beim Umgang mit ihnen entwickelt, denken wir an die VR China, wo gar Hunde und Katzen verspeist werden. Was in europäischen, kriegerischen Notzeiten dennoch geschah, findet im indochinesisch asiatischen Raum statt.

Mag beim europäischen Fleischverzehrer Empörung hervorrufen, sind doch liebgewonnene Schmusehaustiere betroffen. Wo beginnt Tierschutz? Die Doppelmoral der Konsumenten wirft Widersprüche auf, wer sich tatsächlich bedingungslos für das Wohl und Leben von Tieren einsetzt. Bedeuten die zunehmenden Fleischskandale in jüngster Zeit nicht eine deutliche Offenbarung dessen, was menschliche Raffgier anbelangt? Sie sind leider nur die Spitze des Eisbergs, da vieles im Dunkeln verweilt, hinter geschlossenen Mauern trotz vermehrter Transparenz einiger mutiger Tierschützer die hilflosen Wesen unendlichem Leid ausgesetzt bleiben.

Sollte man im Gegenzug den Verbraucher eher wachrütteln, in dem ihm unerschrocken Bilder und Filme über die knallharten Techniken der verachtenswerten Schlachtmethoden aufgezeigt werden, welch schrecklicher Qual und Folter real diese Nutztiere ausgesetzt sind? Allein schon das Wort „Nutztier“ zeigt einen deutlichen Hinweis darauf, welche Bedeutung ihm beigemessen wird: Es möge dem Menschen von Nutzen sein als lebendiger Fleischvorrat. Erinnerungen an „Kühlschrankszenen“ der Filmserie „Dinosaurs“ mit der Familie Sinclair werden eventuell wach, über die einige noch lachen können. Aber die Thematik bleibt ernst, wer genauer darüber nachdenkt.

Fleischverzehr ein Paradoxum

Eindeutige Zahlen zeigen auf, immer mehr Menschen verzichten auf Fleischverzehr, Vegetarier auf dem Vormarsch als fundierte Antwort einer Ernährungsumstellung, die letztlich eine reale Chance für Tiere bedeutet. Zumindest als Anfang. Vergessen wir nicht, daß weltweit der Fleischkonsum trotzdem zunimmt, die Nachfrage nicht abebbt, gerade in den Industrieländern, wo das subventionierte Fleisch gar wesentlich erschwinglicher als Obst und Gemüse.

Welch Paradoxum, wenn wir bedenken, wie energieraubend Fleischherstellung tatsächlich stattfindet, eine Ressourcenverschwendung zugunsten nimmersatter, ewig gieriger Fleischverzehrer.

Meist gern vorgetragene Argumente für den Fleischverzehr, wie ein Herr Schmidt gern anführt, sind die realen Beobachtungen in der Natur selbst, wo Tiere Tiere fressen. Sicherlich hat die Schöpfung ihren Kreislauf entwickelt. Jedoch Mensch selbst sollte sich dessen bewußt sein, was er hier auf Mutter Erde verloren hat, worin seine Aufgabe besteht. Mitnichten unendliches Tierleid unerschrocken zu fördern.

„Wir leben in einem gefährlichen Zeitalter. Der Mensch beherrscht die Natur, bevor er gelernt hat, sich selbst zu beherrschen.“ (Albert Schweitzer)

Deshalb weicht die Natur ständig, während Mensch eine Welt sich schafft, in der Ödnis folgt, am Ende Mutter Erde gänzlich zerstört sein wird.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Tierschutz/Tierrechte

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Tierschutz/Tierrechte abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Eine Antwort zu Tierschutz lediglich eine perfide Rechtfertigung

  1. der einsiedler schreibt:

    tierschutz ist inkonsequent und widersprüchlich:
    ist sie nicht schizophren, die beziehung der menschen zu den tieren? zu bestimmten tieren, vor allem katzen, hunde und pferde, entwickeln wir ein sehr inniges verhältnis. sie werden gehegt und gepflegt und sind die besten freunde. die so genannten “nutztiere” dagegen werden gequält und ausgebeutet. wir verdrängen erfolgreich die tatsache, dass fleisch, milch, daunen oder pelz von einem tier mit charakter und eigenen bedürfnissen stammen. die politisch verantwortlichen billigen das sinnlose leid der tiere für wirtschaftlichen profit.

    sieht der verbraucher in fleisch nicht zerstörung und tod? reicht seine moral nicht über das private hinaus? erkennt er nicht die großen zusammenhänge in der welt, um umweltzerstörung, klimawandel, massentierhaltung und auch gesundheit? fleischkonsumenten zerstören unsere zukunft!

    apropos umweltschutz:
    unsere massentierhaltung ist für mehr als die hälfte aller globalen co2 emissionen verantwortlich, somit ist unser fleischkonsum hauptverursacher des durch den menschen verursachten klimawandels. die industrielle tierhaltung schadet der erde mehr als jede andere industrie.

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s