Palmöl mitverantwortlich für Krebsleiden


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flickr.com/ Global2000/ (CC BY-ND 2.0)

Verbannung aus dem Speiseplan ein Muß

Manchmal muß man Menschen mit der Nase draufstoßen, damit sie aufzuwachen beginnen, begreifen, wie maßlos unerschrocken sie hinters Licht geführt werden. Das gilt somit ebenso fürs Palmöl, welches mitverantwortlich für Krebsleiden. Seine Verbannung aus dem Speiseplan folgen muß im Interesse der eigenen Gesundheit. Leichter gesagt als getan.

Der Verein Rettet den Regenwald startete die Petition „Palmöl raus aus unserem Essen!“ und richtet einen Appell an die Bundesregierung, die EU und zuständige Behörden mit der Forderung, unverzüglich schadstoffverseuchtes Palmöl nicht mehr in Lebensmitteln zuzulassen, stattdessen auf europäische Pflanzenöle aus Leinsamen, Oliven, Raps und Sonnenblumen zurückzugreifen.

Glycidol – ein hochgiftiger Stabilisator für Pflanzenöle

Wie schon so oft in der Geschichte der Wirtschaft und Wissenschaft unterlassen es gewisse Eingeweihte, den ahnungslosen Verbraucher vor den gesundheitlich bis lebensbedrohenden Gefahren mancher Stoffe in Lebensmitteln und anderen Anwendungen, die in die Umwelt gelangen, entsprechend zu warnen oder gar besser sie erst gar nicht auf die Menschheit loszulassen.

Es steht immer der Profitgedanken im Vordergrund, leidvolle Folgereaktionen werden somit billigend in Kauf genommen. Trotz empfindlicher Bußgelder, Gefängnisstrafen, gezielten Gesetzeslagen finden sich stets windige Möglichkeiten der Vertuschung bis hin zur Verharmlosung seitens verantortlicher Regierungen.

Das trifft gleichwohl auf den hochgiften Stabilisator Glycidol zu, der zur Entmischung von Emulsionen auch bei der Palmölherstellung verwendet wird. Im Ergebnis entstehen dadurch bei der Raffination Glycidol-Fettsäureester, die im menschlichen Verdauungstrakt zu Fettsäuren und eben diesem Glycidol hydrolysieren (Spaltung einer biochemischen Verbindung durch Reaktion mit Wasser). Wenn schon die EFSA (Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit), die man durchaus ohnehin kritisch betrachten kann, vor den Gefahren von Glycidol in Palmöl per Studie warnt, dann sollten beim wachsamen, gesundheitsbewußten Verbraucher die Alarmglocken bimmeln.

Konzernlobbyismus zieht weite Kreise – wer hält ihn auf?

Wir alle sind dazu in der Lage, wenn wir denn endlich an einem Strang ziehen. Solange Großkonzernen der rote Teppich weiterhin ausgerollt wird, sie nicht nur den Mittelstand zerschlagen, kleinere Firmen dadurch vernichtet werden, ihr Einfluß dementsprechend wirtschaftspolitische Wege diktiert bis hinein in gesellschaftspolitische Auswirkungen, denken wir an Massenarmut und eben gesundheitsgefährdende Folgen, schalten und walten sie ungebremst einfach weiter. Beim Palmöl hat Nestlé seine Finger im bösartigen Spiel, wird offensichtlich Kinderarbeit geduldet.

Wir fragten gegen Ende des letzten Jahr, ob es denn den Königsweg gäbe, was eine gesunde Ernährung anbelangt. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. wartet mit 10 Punkten auf. Dennoch verbleibt nur Verbrauchern, sich oftmals selbst zu informieren, darüber hinaus Essensgewohnheiten im eigenen Interesse entsprechend zu korrigieren. Ihre Macht ist allerdings wesentlich größer, als ihnen bewußt zu sein scheint. Insofern könnte ein Konzernlobbyismus schon aufgehalten werden.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Verbraucherschutz

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Eine Antwort zu Palmöl mitverantwortlich für Krebsleiden

  1. Edith Tkany schreibt:

    Palmöl – der billigste Dreck, der jemals, in solchen Dimensionen, produziert wurde. Und es gibt kaum noch ein Lebensmittel, in dem KEIN Palmöl enthalten ist. Seit vielen Monaten laufe ich mit Lesebrille im Supermarkt herum und verbrauche meine wertvolle Lebenszeit mit dem Lesen der Inhaltsstoffe – denn Palmöl führe ich meinem Körper nicht zu – NIEMALS. (Jedenfalls nicht, solange ich noch lesen kann und Inhalte angegeben werden müssen) Wir leben in einer perversen Zeit – in einer Welt, in der Profit der Götze ist und Menschen billige Massenware – auch wenn Palmöl für die Gesundheit eine Tragödie ist – es kommen doch ständig neue Verbraucher nach…oder? Wer sich mit dieser Thematik beschäftigt und sieht, in welch gigantischen Ausmassen abgeholzt und neu gepflanzt wird, der erkennt, welchen gefährlichen Weg die „Fett-Macher“ gehen und uns als Opfer zurück lassen. KAUFT NIEMALS EIN PRODUKT, DAS PALMÖL ENTHÄLT. WEHRT EUCH!

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