Zoologische Gärten: Knäste zum Leidwesen betroffener Tiere


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flickr.com/ Wei Chen/ (CC BY-NC-ND 2.0)

Elefanten werden im Zoo Hannover gezielt gequält

Tummeln sich schon zu hause manche Haustiere, Hunden erlaubt man noch von sämtlichen Arten den größten Freiraum, erst recht wenn der Leinenzwang einfach zugunsten der Vierbeiner an geeigneten Stellen ignoriert, wird es bei Stubentigern, den Hauskatzen, prolematisch, weil ein solches Dasein eben nicht ihrem Naturell entspricht.

In der Welt der Kinder ranken etliche Phantasien, vermischt sich neugieriges Erstaunen mit der Genugtuung, Antworten zu erhalten, am besten direkt. Kein Wunder, daß Zoos dies für sie besonders eindrucksvoll erfüllen. Dennoch stellen Zoologische Gärten stets Knäste zum Leidwesen betroffener Tiere dar. Richtig tragisch verhält es sich offensichtlich im Zoo Hannover, wo Elefanten gezielt gequält werden, heue abend soll in der Sendung Report Mainz ein entsprechender Beitrag erscheinen.

Artgerechte Tierhaltung können Zoos nicht erfüllen

Kein Gehege, kein Aquarium oder Terrarium kann dem Platzanspruch betroffener Tiere gerecht werden, der jenen in freier Wildbahn, in den Weiten der Meere gegeben. Manche Zoo-Fans und Befürworter argumentieren gern, man rette und bewahre manche Tierarten,   die in Freiheit gejagt würden, betroffen seien vom menschlichen Fortschritt.

Einige Veterinärmediziner plädieren inzwischen vorsichtig, daß Zoos bei ungeeigneten Spezies auf deren Haltung verzichten mögen. Generell trifft dies aber im eigentlichen Sinn für alle Tierarten zu, sie bleiben sehr beengt eingesperrt, obendrein von Menschenmengen begafft.

Elefanten ohnehin vor Wilderei und dem Aussterben bedroht

Was nutzen Artenschutzabkommen schon, wie das Washingtoner CITES, wenn einerseits Rhinozerosse und Wanderfalken explizit schützenswert hochgestuft bleiben, mal eben bei Löwen und Elefanten kein Bedarf gesehen wird, sie in den Anhang I heraufzustufen? Ein weiterer Vorteil für den grausamen Elfenbeinhandel, der bis heute nicht effektiv genug bekämpft wird.

Gerade Wildererei, obendrein eine ungehemmte Trophäenjagd zeugen von keiner entschiedenen Politik, dies zu stoppen. Im Gegenteil, es wird dabei verdient, Korruption zu Lasten betroffener Tiere. Zoos tragen eben nicht dazu bei, jene Verbrechen auf ihre Weise zu rechtfertigen. Mensch dringt in die Natur ein, lebt oftmals nicht friedlich mit Tieren zusammen. Das Nachstellen, Jagen und Wildern bedroht sie genauso wie die Aussicht auf lebenslange Gefangenschaft in Zoologischen Gärten. Kein ernsthafter Tierschützer und Tierliebhaber kann dies gutheißen.

„Tiere können nicht für sich selbst sprechen. Und deshalb ist so wichtig, daß wir als Menschen unsere Stimme für sie erheben und uns für sie einsetzen.“ (Gillian Andersom)

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Tierschutz/Tierrechte

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Eine Antwort zu Zoologische Gärten: Knäste zum Leidwesen betroffener Tiere

  1. Klabauterfrau schreibt:

    Toller Bericht. Aber wenn wir mal ganz ehrlich sind, ist doch jede Form von Tierhaltung nicht artgerecht. Alleine die Züchtungen von Katzen und Hunden. Das ist so gesehen alles Tierquälerei. Wir züchten Tiere, so wie wir sie wollen. Kurze Nase, Stummelschwanz und so weiter. Nun sind die Tiere ja da. Also, viel dagegen kann man nicht mehr machen, ausser sich solch Züchtungen NICHT mehr ins Haus holen. Boykott von Mops und Co. Zoos habe ich schon als Kind nicht gemocht, klar fand ich die Tiere toll, aber es gab kaum ein Tier, was fröhlich guckte. Alle saßen in einer Ecke und wackelten hin und her. Toll. Wenn wir Tiere besuchen, versuchen wir Zoos (natürlich waren wir auch schon in einigen) zu vermeiden und gehen lieber in Wildgehegen, wo die einheimischen Tiere in großen Arealen gefangen gehalten. Ob das schöner ist, weiss ich auch nicht. Aber wir wollen unseren Kindern ja auch Tiere in „echt“ zeigen……

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