Demut vor dem Leben keine Selbstverständlichkeit


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Rücksichtslosigkeit wider kosmischer Gesetze

Viele Wesen nutzen ihre Vorteile erst recht aus in hektischen Zeiten, um den Mitmenschen ihre Überlegenheit spüren zu lassen, sich gewissenlos am Leid anderer ergötzen, während sie selbst auf sicherer Seite maßloser Verschwendungssucht erlegen. Dabei gesellen sich stets manche Untergebene, instrumentalisiert für eigene Belange, neben einer großen Schar von Mitläufern, die gleichwohl nur aus Angst vor Repressalien gehorsamst einstimmen im verwerflichen Ausbeuten.

Das Los der Menschheit vollzieht sich fortwährend in jenen unfaßbar inhumanen Bahnen schier grenzenloser Gewaltanwendung, skrupellos in einer Selbstverständlichkeit sich manifestierend, ohne daß erheblicher Widerstand sie jemals beenden vermag. Trotzdem finden sich oftmals Mutige, die selbst aufopferungsvoll das eigene Leben riskieren, um ihren Gleichgesinnten die Augen zu öffnen, ihnen aufzuzeigen, in wie weit selbstlos Herrschende gestoppt werden müssen.

Weitermachen trotz bevorstehendem Systemcrash?

Im täglichen Run der Superlative hinterläßt Hektik und damit sich einstellender Streß auf alle Fälle seine Spuren Die Zahl derjenigen, die meinen, sie müßten dem nacheifern, nimmt konstant zu, wo doch vieles auf einen gewaltigen Systemcrash hindeutet. Eine Form letzten Aufbäumens, damit man noch schnellstmöglich ein Stück vom verlockenden Kuchen eines luxusbesessenen Lebens mitnehmen kann, bevor alles zusammenbricht, was Mensch je erschaffen? Es schaut ganz danach aus.

Was geschieht mit all jenen, die irgendwann und daher vielleicht rechtzeitig erkennen, daß diese Ziele alles andere als erstrebenswert, weil letztlich zerstörisch krankmachend, dagegen viel eher eine bestimmte Demut für sich entdecken? Obendrein nach längerem Abstand bemerken, sie birgt ein unendlich großes Potential an Klarheit? Bedeutet Demut in etwa, daß sie den Schlüssel zum eigentlichen Sein in sich inne hat? Wer länger darüber nachdenkt, weiß dies ohnehin schon.

So wie oben – so auch unten

Daher in allen Dingen, egal wie groß oder klein sie sein mögen. Es ist nicht nur das Wort, welches der Mensch an den Anfang allen Seins vermutet, sondern darüber hinaus erstreckt sich über unserem Blauen Planeten die Unendlichkeit des Universums mit all ihren Existenzformen, wobei hier auf Erden lediglich ein Bruchteil manifestierter Schöpfungsvielfalt sich uns präsentiert.

Erst wenn Mensch endlich begriffen hat, was seine eigentliche Rolle denn sein soll, könnten wir ohne weiteres friedlicheren Zeiten entgegenblicken. Aber solange er verwurzelt ist im widerwärtigen konkurrenzbehafteten Neidgedanken, sich materiell messend, wer denn der Überlegenere sei, vergessend, daß aller Ursprung aus derselben Wiege unendlicher Liebe entstammt, braucht es die Kriege, das Hassen, bis am Ende der Zerstörungsgewalten vielleicht die übrigbleiben, die nicht mehr bereit, solch bösartige Saat zu kultivieren.

Vielleicht folgt mit solchen Erkenntnissen die Einsicht, wie wunderbar wichtig kreatives Schaffen alles bereichert, was somit ein verlängerter Arm der Schöpfung selbst bedeutet. Nicht neidisches Gaffen ob jener kreativer Ideen mag folgen, sondern besser ein Ansporn mitzuwirken, weil jeder gewisse Begabungen in sich trägt. Es müssen jene nur gefunden werden im gelassenen Dasein, welches möglich, wenn die Umwelt entsprechende Freiräume zuläßt.

Humanität läßt sich nicht verordnen, entweder man praktiziert sie aus Überzeugung auf allen Ebenen, oder manche machen sich und anderen etwas vor, worunter deren Mitmenschen dann zu leiden haben.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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Eine Antwort zu Demut vor dem Leben keine Selbstverständlichkeit

  1. EuroTanic schreibt:

    Oben wie Unten
    Kann ich bestätigen. Ich habe privat wie beruflich mit dem „Prekariat“ zu tun. Die spielen das selbe Spiel „wie die da Oben“. Nur eben mit ihren Mitteln.
    Ergo. Jeder kriegt jetzt, was er verdient.

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