„Der Freitag“ fällt Petra Reski in den Rücken


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flickr.com/ Das blaue Sofa/ (CC BY 2.0)

Jakob Augsteins Begründung eine Farce par Excellence

Ein gefundenes Fressen für alle jene, die ohnehin mit der Lügenpresse um die Ecke kommen? Somit erst recht für die Mafia selbst, die ohnehin schon akribisch beäugt wird, in Italien, weltweit und hierzulande. Wenn auch in Deutschland so getan wird, als sei sie dort weniger präsent, laut FAZ betitelt unter „Von der Mafia lernen heißt schweigen lernen“.

Dem folgen etliche Journalisten, weil ihnen ihr Leben zu wichtig. Die freie, investigative Journalistin Petri Reski hatte für die Wochenzeitung „Der Freitag“ am 16. März des letzten Jahres ihren Artikel „Die Bosse mögen’s deutsch“ geschrieben, der jetzt vom Freitag selbst ohne Rücksprache mit ihr von der Internetseite gelöscht wurde.

Wie kann es sein, daß generell per gängiger Praxis Journalisten von den jeweiligen Auftraggebern, für die sie schreiben, rechtlichen Schutz erhalten, aber ein Jakob Augstein lapidar erwidert, „Redaktionen sind keine Rechtschutzversicherung für mangelhafte Recherche.“, zumal sie eher bekannt für gute Recherche? Hat der Verleger Jakob Augstein etwa kalte Füße bekommen, weil ihn die Mafia selbst unter Druck setzt? Ein Schelm, wer böses dabei denkt. Petri Reski handelt folgerichtig, in dem sie nicht mehr für den Freitag schreibt, sich besser per Buch weiter bemüht. Dann dürfen ihre Leser sich nach „Palermo Connection“ und „Die Gesichter der Toten“ bald auf den dritten Band zur Thematik Mafia erfreuen.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Kurznachrichten

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Eine Antwort zu „Der Freitag“ fällt Petra Reski in den Rücken

  1. Arno von Rosen schreibt:

    Augstein wurde der Verlag in die Wiege gelegt, dies relativiert manchen Gesichtspunkt. Er ist ein sehr kluger Kopf, aber gerade das sollte ihn mit Bedacht reagieren lassen. Eine Freundin aus Berlin hat jahrelang vor Ort Recherche über die Mafia betrieben und ist sehr vorsichtig mit Äußerungen, weil die Arme dieser Clans (es gibt nicht die „Eine“ Organisation) weit reichen. Artikel einfach zurückzuziehen, ist per se ein schlechter Stil und zeugt eher vom Unvermögen des Verlages als von schlechten Journalisten, nur bei sich selber wird nicht gerne transparent gearbeitet, auch bei Augstein nicht.

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