Tränen lassen das Meer anschwellen


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Du hast den Anker gelichtet,
niemandem davon berichtet,
von deiner Fahrt übers Meer,
der Ankerplatz einfach leer.

Freunde stehen am Ufer,
kamen an, jeder ein stiller Rufer,
suchten vergeblich nach Seilen,
um dein Schiff wieder anzuleinen.

Sie warfen Taue ins Wasser,
in der Hoffnung du fasstest
eins davon, beim Blick zurück,
du warst doch immer so geschickt.

Du warst ein Leuchtturm,
sandtest Licht ohne Sturm.
deine Wärme war Feuer,
vertrieb Ungeheuer.

Tränen rinnen über Gesichter,
die Menschen stehen dichter,
Dämmerung naht,
kein Licht, das strahlt.

Am Ufer Wehklagen erschallen,
Menschen sich in die Arme fallen,
fühlen sich in der Not unbefangen,
nasse Gesichter Wärme empfangen.

Spüren, du hast Seile zurückgelassen,
an denen sie sich können anfassen.
Spüren dein kräftiges strahlendes Licht,
ist verteilt in jedem traurigen Gesicht.

Ich hab dir nie gesagt, wie hell ich dich empfand,
hab dir nie gesagt, du bist kein Sandkorn am Strand,
hab dies alles nur für mich gefühlt und gewußt,
jetzt steh ich hier, Tränen fließen im Überfluß.

Die Seele ist ein fließendes Gewässer,
menschliche Tränen sind kein Gefühlsmesser,
doch zähle ich die Tränen der am Kai Stehenden,
sei dir gesagt, sie lassen das Meer anschwellen.

Nafia

Kategorie: Gedichte

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