Facebook: Gruppenvergewaltigungen per Live-Übertragungen


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flickr.com/ Metropolico.org/ (CC BY-SA 2.0)

Nach Uppsala jüngst in Chicago – Sensationslust für sexuell abartige Gewalt

Das Entsetzen und der Aufschrei waren groß, als die Medien von Massenvergewaltigungen auf dem indischen Subkontinent berichteten, die vor knapp fünf Jahren vermehrt bekannt wurden, Ende 2012 erfolgten daher massive Proteste.

In Uppsala, der viertgrößten Stadt Schwedens, wühlte Ende Januar dieses Jahres eine im Facebook live übertragene Gruppenvergewaltigung etliche Bürger auf, nunmehr geschah ähnliches im US-amerikanischen Chicago, wobei Sensationslust für jene sexuell abartige Gewalt dazu führte, daß zunächst keine Polizei eingeschaltet wurde.

Chicago und Uppsala – gegensätzliche Städte mit ähnlichen Verbrechen

Während Chicago ziemlich bekannt sein sollte für sein enormes Gewaltpotential, scheint zunächst das wesentlich kleinere, auch Einwohner zählende Uppsala eher harmlos. Doch der Schein trügt enorm, weil Schweden selbst wohl nicht nur die höchste Rate an sexuellen Übergriffen hat, sondern darüber hinaus derartige Verbrechen selten strafrechtlich verfolgt werden. Vom angeblich vorbildhaften Sozialstaat Schweden kann kaum die Rede sein, wenn Frauenhäuser dort überfüllt, gar Notrufnummern außer Betrieb nicht zur Verfügung stehen.

In der drittgrößten Stadt der USA, 2,7 Millionen Menschen leben in Chicago, eskaliert die Gewalt dramatisch, 763 Morde waren 2016 zu beklagen, im Gegensatz zu New York mit 8,5 Millionen Einwohnern als Vergleich, wo es 335 Morde waren. In der Metropole von Illinois beherrschen Gangs das tägliche Leben, illegale Waffen und eine lasche Gesetzgebung verhindern eine Besserung.

Gaffermentalität und sexuelle Macht

Was treibt meist Männer dazu, Mädchen und Frauen gar in Gruppen zu vergewaltigen, darüber hinaus solch üble Verbrechen live ins Internet zu senden? Solche Täter leben ohnehin ihre Dominanz aus, die Opfer auf ihre pervertierte Weise zu beherrschen. Muß es darüberhinaus noch als besonderer Kick die Schaulust sein, öffentlich per Gaffermentalität punkten zu wollen?

Jene Sensationslust erleben wir ohnehin schon bei tragischen Unfällen, vor einem knappen Jahr drehte die Hagener Polizei völlig zurecht den Spieß um und stellte Gaffer an den Facebook-Pranger. Folgt nach Big Brother, Dschungelcamp eine neuartige Sensationslust mit derartig brutalen sexuellen Übergriffen in den Social Media wie im Facebook, während Polizeibehörden nahezu machtlos oft verspätet eingreifen können, weil obendrein manche Zuschauer solcher Live-Übetragungen erst gar nicht reagieren und dies melden?

Man mag die Vergleiche zwischen Reality-Soaps und Gruppenvergewaltigungen als übertrieben rügen, aber eine Gesellschaft sollte sich schon fragen, warum viele Menschen mit Gleichgültigkeit und Sensationslust reagieren.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gesellschaft

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