Jeremy Rifkins Visionen vom Menschenbild


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flickr.com/ World Travel & Tourism Council/ (CC BY 2.0)

Kommunikation der Schlüssel zur Veränderung

Mit Naserümpfen kommen wir keineswegs weit, nur weil der Soziologe Jeremy Rifkin unter anderem die EU-Kommission berät. Alldieweil er die sogenannte Zugangsgesellschaft hochhält, ein Modell, welches ohne weiteres große Chancen birgt, das Zusammenleben auf Erden friedfertiger zu gestalten.

Bereits in seinem vor über zwanzig Jahren erschienenen Buch The End of Work: The Decline of the Global Labor Force and the Dawn of the Post-Market Era, im Deutschen “Das Ende der Arbeit und ihre Zukunft” erkannte er die Entwicklung der Digitalen Revolution, eine zunehmende Arbeitslosigkeit mittels Automatisierung und die dadurch dringend notwendig weltweit gesellschaftspolitische Korrektur. Kommunikation der Schlüssel zur Veränderung bedeutet.

Einfach nur ein Globalisierungsgegner?

Die FAZ bezeichnet Rifkin als einen der „letzten Achtundsechziger“, man beachte seine berechtigte Kritik zum unsäglichen Vietnamkrieg, und er stellt vor allem eines richtig: Vor einer Kommerzialisierung käme die Kultur, folglich künstlerische Ideen. Kein Wunder, daß auch Rifkin ein vehementer Globalisierungsgegner, die sich anbahnende destruktiv asozial wirtschaftliche Entwicklung schädige den Menschen mehr als sie unser aller Zusammenleben begünstige. Die Folge kann nur zunehmende Gewalt bedeuten.

Langfristig werde die Arbeit verschwinden, prophezeit der Soziologe in einem Interview, bestätigt dort, daß selbst Wirtschaftsführer längst wissen, wo die Reise hingehe, immer mehr Arbeitsplätze würden verschwinden, bis zum Jahre 2020 sollen weltweit nur noch zwei Prozent der arbeitenden Bevölkerung in Fabriken beschäftigt sein.

Der Kampf um Ressourcen bedeutet am Ende ein Paradigmenwechsel

Zuvor hat Mensch sein Erdendasein mit all den Facetten bösartiger Kriegsmaschinerien auszutragen, weltherrschaftlich sich zu beweisen. Dabei vermögen beherzt Mutige schlimmeres verhindern, falls sie in richtigen Momenten keinem Kadavergehorsam unterliegen, nicht einfach in einer militärischen Befehlskette. Innerhalb politischer Strukturen gibt es genügend Spielräume, falls Mensch den ein oder anderen Despoten stoppen kann.

Läuft es am Ende auf einen Paradigmenwechsel hinaus, weil wir keine andere Chancen haben, wollen wir als Spezies überleben? Der eigenen Genialität, Mutter Erde gänzlich zu zerstören, steht gleichwohl der unabdingbare Willen, friedlich miteinander umzugehen gegenüber.

Der Letzte zieht den Stecker, obwohl die spannende Frage im Raum verweilt, welch bedauernswertes Geschöpf dies denn sein könne. Die Menschheit hat es nach wie vor in der Hand, es nicht so weit kommen zu lassen. Ein Paradigmenwechsel findet zwar statt, aber äußerst schleichend mit vielen zu beklagenden Opfern.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gesellschaft

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