Fortschritt gleicht bedenkenloser Zerstörung


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Glücklich diejenigen, die still erdulden?

Grausame Zeiten stehen bevor, schnell mal dahergesagt, obwohl tatsächlich in solchen Augenblicken geistiger Wachheit der Realität ziemlich nahe, nur nicht für den Kommentierenden, weil die Gelegenheit des Innehaltens ihm nicht nutzt, Kritik am Zustand der Welt zu äußern. Mensch weiß nur zu genau, in wie weit seine Spezies zerstörerisch unterwegs, dennoch duldet er beinahe schicksalsergeben diese Auswüchse.

Einer Opferrolle gleich fügt man sich, ohne über Zusammenhänge nachzudenken, selbst wenn manch einer die Idee einer Ahnung hegt, erfolgt Rückzug in scheinbar sichere Schneckenhäuser, andere mögen versuchen, Herrschenden Paroli zu bieten. Welch Trugschluß, der ohnehin kaum Änderung bedeutet. Eher Mächten zuspielt, sie bestätigt.

Revolten mögen vordergründig sich Luft machen, mit den bekannten Auswüchsen von Rachegedanken und Haßtiraden, im Kern verbleiben die Mechanismen der Gewaltenteilung, wenn keinerlei Lehren daraus gezogen, das Leid der Bevölkerung fortgesetzt wird. Ein ewiglicher Kreislauf, aus dem kaum ein Entrinnen, weil das Gesetz des Stärkeren obsiegt?

Ein Paradigmenwechsel vermag aussichtsreiche Veränderung herbeiführen, falls Mensch ihn überhaupt erkennt und darüber hinaus auch annimmt. Dazu bedarf es geistiger Helfer, die ziemlich behutsam und clever vorgehen, alldieweil Mächte keineswegs bereit, ihr selbstgefälliges Dasein zu verändern. Werfen Sie mal einen unerschrockeneren, gezielteren Blick ins Leben mancher Führerfiguren.

Was sofort auffallen sollte: der überheblich selbstverständliche Lebensstil. Erinnert an Königshäuser, an dekadenter Völlerei, wenn mal eben an einem Abend-Dinner ein Essen sich geleistet wird, was locker den Monatsbedarf, der Teilhabe des dürftigen Lebens eines Hartz-IV-Empfängers gleicht. Aber für eine Frau Nahles übertreibe man im Wohlstandsland Deutschland. Reichtum rechtfertigt gern seine jahrhundertewährende Ausbeutungspolitik mit Blick zur Dritten und Vierten Welt, da bedeutet sehr wenig Hungertod und die „paar Obdachlosen“ hierzulande ein Fortschritt in dessen Augen.

José Mujica, der ehemalige Präsident von Uruguay, der selbst im Amt seinen bescheidenen Lebensstil fortsetzte, formulierte mal: „Es gibt keine Börse, an der Glück notiert ist.“ Innere Zufriedenheit erreicht jener verschwenderische Reichtum keinesfalls, nur Not und Elend bedeutet schon, beim Überlebenskampf keine Gedanken des eigenen Glückes entstehen lassen zu können. Dazwischen spielt sich das eigentliche Leben ab. Dies will gestaltet werden, wir alle haben es täglich selbst in der Hand, was wir zulassen und was eben nicht.

Sicherlich, die politischen Rahmenbedingungen erschaffen die notwendige Sicherheit einer Klientel, die mittels Geldströme herrschend bestimmt und lenkt, entsprechen insofern dem Wesen eines Kapitalismus, der den Lauf der Welt diktiert. Wollen wir unser Glück tatsächlich ihm überlassen, wissend, wie zerstörerisch einem Krebsgeschwür gleich, er stets Mutter Erde und alles Leben auf ihr gefährdet?

Mutter Erde hat genügend Antworten parat, in wie weit natürliche Kreisläufe ein sinnvolles Miteinander rechtfertigen. Nur der Mensch scheint sich seiner Rolle nicht mehr bewußt zu sein, deshalb zerstört er sie bedenkenlos, um dies auch noch als Fortschritt zu bezeichnen.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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