Trump taumelt zwischen Krieg und Frieden


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flickr.com/ Gage Skidmore/ (CC BY-SA 2.0)

Geld allein regiert keine Welt – Waffeneinsätze sorgen für Totenruhe

Der Dollar muß rollen, nicht etwa der Rubel trotz einer angeblich merkwürdig schrägen Verbrüderung zwischen den beiden Staatsmännern der Supermächte. Wehretats bestimmen längst nicht, wer die Welt sich Untertan macht, selbst Atomsprengköpfe mögen kein Garant für Frieden sein, weder in Zeiten des alten Kalten Krieges noch beim neu entflammten.

Reduziert auf zweierlei, nämlich daß Geld allein keine Welt regiert, daraus folgernd Waffeneinsätze für Totenruhe sorgen? Die Krux jenes Handelns begleitet Menschen als involvierte Täter oder Opfer. Während im simplen US-Wahlkampf die Rede war zwischen Pest und Cholera, Clinton und Trump, etliche aufatmeten, weil Clinton unterlag, dadurch der herbeifabulierte dritte Weltkrieg in die Ferne rücken sollte, traut man jetzt Trump. Gorbatschow sorgt sich zurecht, doch das Schweigen Putins werten dessen Anhänger als eine mäßigende Friedensagenda. Welch Trugschluß mit Blick zur weiteren Nato-Treue auch seitens dieser USA.

Eine Welt voller Gewalt und Kriege

Aber Trump beklagt, die USA würden nie gewinnen, nie kämpfen, sie müssen wieder Kriege gewinnen. Dieser Präsident scheint durch Unwissenheit zu glänzen, man erinnere sich, wie er mal Belgien als eine schöne Stadt bewunderte, er glaubt tatsächlich an Siege, obwohl Kriege immer Verlierer hinterlassen.

Im Jahre 2016 tobten weltweit 19 Kriege, in Afrika gar mit neun die meisten, während der Nahe und Mittlere Osten folgt. Zieht man die Länder, wo begrenzte Kriege stattfanden und Gewalt ständig vorherrscht, verbleiben nur noch wenige Länder, die man als friedlich einstufen kann. War On Terror erzielte exakt das Gegenteil, seitdem hat der Terror Hochkonjunktur, besonders grausam anschaulich per wütendem IS.

Sozialer Frieden ständig gefährdet

In diesem Fall reihte auch Deutschland sich ein, in dem per Agenda 2010 der Niedriglohnsektor gefördert und zunehmende Armut beschlossen wurde, einer „gebeutelten“ Arbeitgeberschaft warfen politisch Verantwortliche ein paar Brotkrumen hin, während Konzernlobbyismus äußerst reich beschenkt wurde mit einer neuen Kientel zwanghaft malochender Arbeitnehmerschaft.

Einem historischen Uhrwerk gleich fühlt eine aus der Versenkung geglaubte Neue Rechte sich berufen, die Zügel in die Hand zu nehmen, Politikverdrossene und all jene, die Flüchtlingsströme für ihren Ausländerhaß mißbrauchen, finden in der AfD einen Hoffnungsträger.

Mit Donald Trump an der Spitze der USA darf vorgrammiertes Chaos um sich greifen, beflügelt erst recht Europa. Grund genug, eine Friedensbewegung hochzuhalten, zu bestärken, nicht diejenigen, die per Friedensmahnwachen mit der Neuen Rechten auf einem Podest stehen, sondern mit denjenigen, die sehr genau differenzieren.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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