Weltweites Elend offenbart unfähige Schmarotzer


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Der Letzte kann keine Tür mehr schließen

Basteln kann unheimlich toll entspannend auf uns einwirken, vor allem mit entsprechend erfolgreichen Ergebnissen, wenn nach langer mühevoller Geduld dies gelingt. Apropos Geduld. Die braucht jeder Mensch auf Erden, der hier in unwirtlicher Umgebung existieren möchte. Zugleich von Geburt an entscheidet sich der Lebenswandel, ganz grob betrachtet zwischen wohl behütet oder jederzeit dem Tod geweiht.

Irgendwo im Herzen von Simbabwes Großstadt Bulawayo geboren, kann bereits eine harte Zukunft bedeuten im Gegensatz zu Berlins Villenviertel im Grunewald. Zwei unterschiedliche Voraussetzungen, die größer kaum sein könnten. Ungerechtigkeit, weltweit gepflegt und geduldet, weil Mensch bis heute es nicht schafft, sich von solch selbst verursachten Nöten zu befreien. Stets spielen gewisse Umstände die alles entscheidende Rolle, das direkte familiäre Umfeld, selbst wenn man später mit dem Erwachsenwerden jederzeit Veränderung herbeiführen vermag, so verblaßt sie doch nur im hypothetischen Einerlei einer selbstgewählten Rolle, die man ausübt, entweder zwanghaft oder weil das Umfeld sie erwartet.

Zurück zum Erfolg, der sich einstellt. Basiert dieser auf eine ellenlange Kette der Ausbeutung, die jahrtausendealt längst festgefahren im menschlichen Dasein? Macht spielt als Hauptfaktor den wesentlichen Kern. Ohne sie wäre das Leben auf Erden vielfach angenehmer, hätte all das Leid nicht überhand genommen. Doch der ausgeübte Druck manifestiert sich in gewohnter Scheinheiligkeit, eine Welt zwischen Arm und Reich offenbart das gesamte Ausmaß von Elend und Selbstverherrlichung. Dabei zeigt gerade Mutter Natur eine ganze Palette schöpferischen Daseins, die dennoch rücksichtslos zerstört wird, um eigene Reichtümer zu häufen. Hauptsache dieses Erfolgsmodell setzt sich durch, egal zu welchen Lasten.

Das Ende der Fahnenstange bereits erreicht angesichts jenes kaltherzigen Weges? Mensch vermag stets erfindungsreich neues entwickeln, um seine machtpolitischen Ziele zu verfolgen, schreckt eben nicht vor Kriegen zurück trotz manch anmahnend erhobener Hand. Letztlich siegt nicht die Vernunft oder gar Mitmenschlichkeit, viel eher die hämische Gewißheit, vermeintliche Feinde zu bezwingen, um eigenes Wohlbefinden ins rechte Licht zu rücken.

Intrigen, Lügen, Korruption sind nützliche Werkzeuge, rücksichtslos eingesetzt bauen sie die eigene Macht aus, sich zu vergrößern. Jede Hochkultur scheiterte dennoch an der Ignoranz sozialer Mißstände, ging am Ende unter. Doch anstatt daraus folgerichtige Lehren zu ziehen, um einsichtig menschliches Zusammenleben zu verbessern, was heute wesentlich einfacher gestaltet werden kann als früher, begehen die jetzigen Mächte exakt dieselben Fehler. Mensch, trotz all seines Wissens, belauert sich mißtrauisch, gönnt dem Nächsten am liebsten nichts. Solange jene Haltung stets weitervererbt und -vermittelt entsprechende Anwendung findet, verbleibt weltweites Elend neben vergnügungssüchtig übersättigten Oasen.

Humanität läßt sich nicht verordnen, entweder man praktiziert sie aus Überzeugung auf allen Ebenen oder manche machen sich und anderen etwas vor, worunter deren Mitmenschen dann zu leiden haben.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gesellschaft

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