Trumps Politik vom „Rudel ganz oben“ zum Rückbau des Staates


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flickr.com/ quapan/ (CC BY 2.0)

Bannon alias „Schlangenzunge Gríma“ zischelt erneut gegen die Medien

Die stoisch irreführende Behauptung, es gäbe eine Lügenpresse, erhält weiterhin ganz viel Rückendeckung, welch wunderbare Fügung, um auf diese Weise sich gar auf weltpolitischer Bühne nahezu alles erlauben zu dürfen. Was gestern verhandelt, kann morgen schon nicht mehr gelten.

Trumps Politik vom „Rudel ganz oben“ zum Rückbau des Staates, den Steve Bannon bei der zur Zeit stattfindenden CPAC-Konferenz in Washington als Ziel Nummer eins benannte, sollte niemand unterschätzen, gerade im Hinblick zum erneut eskalierten kalten Krieg, der die beiden Supermächte in ihre alten Rollen drängt. Der Auftritt Bannons, alias „Schlangenzunge Gríma“, bei dem er erneut gegen die Medien zischelte, unterstreicht seinen Einfluß auf Trump.

Der Wahnsinn erhält weitreichende Macht bis hin zum erneuten Wettrüsten

Da lehnen sich all jene gelassen zurück, die von Beginn an Donald Trump viel eher als ausgemachtes Opfer stilisieren, der lediglich sich wehren müsse angesichts des ihm entgegenwehenden Shitstorms seitens der Medien und einer Welle von Protesten im eigenen Land. So simpel jene Argumentation gestrickt, so beschränkt auch die Sicht derjenigen, die tatsächlich an die alten Rezepte des Nationalismus glauben.

Außer in einigen asiatischen Ländern darf man die nördliche Halbkugel als Atomwaffenzone bezeichnen, während Mittel- und Südamerika, Afrika, Australien und somit die gesamte Südhalbkugel als atomwaffenfrei gilt. Hatte Barack Obama noch den New-START-Vertrag vorangetrieben, der vor gut sechs Jahren in Kraft trat, darüber hinaus zwei Jahre später eine weitere Atomwaffenabrüstung angeboten, blickt Donald Trump siegessicher per gewohnt kurz gefaßten Statements einer Kehrtwendung in Sachen Wettrüsten entgegen, Amerika müsse immer die führende Atommacht bleiben, das New START sei für die USA ein „schlechtes Geschäft gewesen, man werde anfangen, gute Geschäfte abzuschließen“. Businessman as usual – aber keineswegs an eine friedlichere Welt interessiert!

Die Welt von heute schaut morgen schon ganz anders aus

Was Ende der 1970iger Jahre mit dem NATO-Doppelbeschluß zur Gewißheit wurde, ein atomar geführter Krieg, nach dem Mauerfall, sich bemühenden Friedenslösungen mit den drei START-Abkommen ein Weg der Entspannung anbahnte, wird nunmehr zunichte gemacht, zumal die perfide Geschlossenheit zwischen Trump und Putin, Atombomben seien ein Garant der beiden Supermächte, ohnehin deren eigentlichen Beweggründe aufzeigen.

Hinzu kommen die kaltherzig naiven Vorstellungen der gesamten europaweiten Neuen Rechten, mit diesen beiden Staatsmännern würde endlich wieder für Recht und Ordnung gesorgt. Welch fatale Fehleinschätzung! Wer hierbei nicht begreift, wie gefährlich schnell eine Eskalation neuer Kriegsszenarien entstehen kann, der hat sowieso nicht verstanden, wie Politik handelt.

Frieden soll nicht währen, weil Kreativität eben nicht Stillstand bedeutet. Wenn sie lang genug die Meinungsfreiheit mit Lügen strafen, Ehre für ihre Zwecke mißbrauchen, dann hetzen sie wieder Völker aufeinander.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Politik

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