Stimmungen – gut oder schlecht gelaunt durchs Leben


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Der Ton macht die Musik

Wenn Sie auf dem Weg zur Arbeit der Gedanke befällt, welche Laune, Stimmung im Betrieb heute herrschen mag, dann sollten Sie vielleicht nicht nur darüber nachdenken, den Job zu wechseln, sondern dies auch tun. In diesem Sinne steht die Laune für eine schlechte Stimmung. „Deine Laune ist ja ansteckend“, werden Sie zu hören bekommen, wenn Sie sozusagen über den Wolken schweben, weil Sie sich über etwas freuen. Zwei verschiedene Gefühlsaussagen, die allerdings eines gemeinsam haben, sie sind ansteckend. Das Wort Stimmung kann übrigens gleichgesetzt werden mit Laune, beide stehen für Gefühlsäußerungen, die sich auf Umstehende übertragen können.

In dem Wort Stimmung ist sofort herauszulesen, hier bezieht sich das Gefühl unter anderem auf das Gesagte und in welcher Form, ob freundlich oder wütend die Kommunikation stattfindet. Der Ton macht die Musik, drückt dies sehr gut aus.

Die Laune, mittelhochdeutsch lūne, in ihrer ursprünglichen Bedeutung Mondphase ist abgeleitet von lateinisch luna, der Mond. Zurückzuführen ist dies in der Annahme, die verschiedenen Mondphasen würden einen direkten Einfluß auf die Stimmungen der Menschen besitzen. Ob dies sich so verhält, ist bis heute weder nachweisbar noch bewiesen. Genauso wie die Wetterfühligkeit.

Allerdings sollte in diesem Zusammenhang nicht übersehen werden, daß Menschen generell auf die verschiedensten Ereignisse, Vorkommnisse, unerheblich welcher Art sie sich gestalten, anders reagieren oder sie aufnehmen. Weder die eine noch die andere Aussage ist deshalb von der Hand zu weisen, und es wäre pure Ignoranz, den Menschen ihre Empfindungen, die sie diesbezüglich haben, abzustreiten. Zumal es in Bezug auf die Wetterfühligkeit inzwischen eindeutige Zusammenhänge nicht nur für körperliche, sondern auch für seelische Erkrankungen gibt.

Erstaunlich bleibt dennoch die „Ansteckung“, die Übertragung der Laune, der Stimmung auf andere. Dies geschieht oftmals unmerklich und wird nicht immer mit Absicht übertragen, soll bedeuten, die Laune wird an jemanden ausgelassen, der mit der herausgeschleuderten Stimmung nichts zu tun hat. Ein Ärgernis an der Discounterkasse, einem vermeintlichen Idioten als Autofahrer ausgewichen, eine gefühlte schlechte Behandlung während eines Verkaufsgespräches und schon trägt die Laune Früchte, sorgt zur Übertragung auf den nächst Besten. Funktioniert auch mit der guten Laune, obwohl diese nicht immer oft langanhaltend wirkt wie eine Verstimmung.

Der Versuch der Werbeindustrie, sich dieses Phänomen zu bedienen, um möglichst viele Kunden zu generieren, sollte hinlänglich bekannt sein. Dabei ist es in der Werbung nicht von Wichtigkeit, mit ihrem Produkt für langanhaltende Laune zu sorgen, sondern sie beschönigt gerne die „Pflicht“, möglichst oft das Produkt zu genießen, um sich besser zu fühlen, Sie werden sozusagen bei Laune gehalten, bei guter Laune. Vielleicht auch an der Nase herumgeführt, je nachdem wie bewußt man es wahrnimmt.

Kann man etwa davon ausgehen, daß bewußt, unabhängig vom Mondzyklus und dem Wetter, die Menschen diese „Ansteckung“ der Gemütslagen ausnutzen? Kann man! Und zwar nicht nur durch Fremdeinwirkung, sondern durch eigene Handlungen, in dem man sich ein beliebtes Musikstück anhört, einen bestimmten Ort aufsucht, Dinge unternimmt, die die persönliche Stimmung verbessern.

Voilà, schon läuft alles wie geschmiert! Wäre zu schön, oder? Im Gegensatz zur Übertragung einer Laune auf einen anderen, ist es eine Mühe, aus einer schlechten Stimmung wieder auf Normalzustand oder sogar auf Superlaune sich umzupolen. Es gibt kein Allerweltrezept, um Stimmungsschwankungen in eine ausgeglichene Lebenssituation zu führen. Hier muß jeder für sich und für sein Temperament das richtige Gleichgewicht finden.

Zum Schluß vielleicht ein kleiner Trost, der eingangs schon erwähnt wurde, Laune und Stimmung sind beide für sich betrachtet mit zwei Begrifflichkeiten versehen. Es liegt also auch an Ihnen, ob Sie sich für die gute Laune oder die schlechte Stimmung entscheiden. Oder andersrum.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Kolumne

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Eine Antwort zu Stimmungen – gut oder schlecht gelaunt durchs Leben

  1. Durchschnittssklvae schreibt:

    Danke für den schönen Artikel.

    Gefällt 2 Personen

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