Amnesty International beklagt praktiziertes Prinzip der Spaltung


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flickr.com/ Shrieking Tree/ (CC BY-NC-ND 2.0)

Diskriminierung von Migranten an der Tagesordnung

Endlich folgt eine direktere Anmahnung seitens Amnesty International. Zuvor nutzten kritische Stimmen eine angeblich einseitge Berichterstattung der größten Menschenrechtsorganisation, um gleichzeitig nicht benannte Mißachtungen klein zu reden oder gar zu vertuschen.

Gerade die Kritik von AI gegen die Maßnahmen der Kölner Polizei in der Silvesternacht 2016/2017, sie hätte rassistisch gehandelt per Racial Profiling, im Polizeijargon kursierte die Bezeichnung „Nafri“, stieß auf erhöhte Empörung. Die Behauptung, AI würde ohnehin mit falschen Zahlen und unsauber arbeiten, erhielt dadurch erneuten Zulauf, erst recht bei der Neuen Rechten. Das praktizierte Prinzip der Spaltung, welches Donald Trump anschaulich umsetzt, rügt Amnesty International völlig zurecht.

Wer Folter gutheißt, schafft kein Vertrauen

In Kriegszeiten völlig selbstverständlich angewandt, gleichwohl mittels War On Terror, legitimiert im Fall Guantanamo der Weltöffentlichkeit präsentiert, nehmen sich seitdem die USA das Recht heraus. Der Aufschrei war entsprechend groß, selbst Barack Obama vermochte nicht, dieses Gefängnis in Kuba endgültig zu schließen. Sein Nachfolger Donald Trump befürwortete unverblümt Waterboarding und andere Foltermethoden.

Und sowas nennt sich Zivilisation. Vollkommen naheliegend, daß 1961 Amnesty International ins Leben gerufen wurde angesichts eines nicht endenwollenden weltweiten Leids durch Mißhandlungen wie Folter und vollstreckten Todesstrafen. Doch wer Folter gutheißt, schafft kein Vertrauen. Offensichtlich scheint dies der 45. US-Präsident darauf anzulegen, was gerade auch in Europa den längst entfachten Trend der Neuen Rechten beflügelt, die Diskriminierung von Migranten anzufeuern. Nach der jüngsten Fake-Meldung über Terror in Schweden seitens Trump, folgt prompt Randale in Stockholms Migranten-Viertel Rinkeby. Zufall oder inszenierte Absicht, um Trumps Äußerungen zu relativieren?

Kriegsverbrechen, verfehlte Abschiebepraxis und gezielte Morde

Generalsekretär Salil Shettys 400 seitenlanger Abschlußbericht des letzten Jahres verheißt nichts gutes. Zunahme der Kriegsverbrechen, die Abschiebepraxis in Länder, wo eindeutig Schutzsuchende erneut Repressalien zu befürchten haben, hält an.

Auch Deutschland kann sich davon nicht befreien, Merkels „Willkommenskultur“ steht insofern im Widerspruch. In Frankreich dichtet gerade die Neue Rechte Bürgerkriegszustände herbei, um entsprechend Marine Le Pen als durchgreifende Präsidentenanwärterin zu rechtfertigen.

Folter kann niemals ein Instrument zur Bekämpfung des Terrors sein, denn Folter ist selbst ein Instrument des Terrors.“ (Kofi Annan)

Lotar Martin Kamm

Katgorie: Politik

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Eine Antwort zu Amnesty International beklagt praktiziertes Prinzip der Spaltung

  1. marisasminds schreibt:

    Hat dies auf Marisa's Mind rebloggt und kommentierte:

    Empfehlenswerter Artikel zum Jahresbericht von Amnesty International, der auch in diesem Jahr wieder ein Armutszeugnis gerade für die westliche Welt ausstellt. Doch anstatt diese real existierenden Probleme mal ernstzunehmen, was angesichts der Weltlage angebracht wäre, meinen gewisse Leute, sie müssten sich über einseitige Betrachtungen auslassen und den Inhalt des Berichts anzweifeln.
    Deshalb vielen Dank für diesen Text an „Querdenkende“👍!

    Gefällt 1 Person

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