Dreck am Stecken


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Wenn er hat Dreck am Stecken,
wie kann man den verstecken?
Er zeigt auf anderer Leute Stirn,
er trägt Hosen aus feinstem Zwirn,
er gibt sich als Hoffnungsträger,
als Moral- und Anstandsjäger,
derweil seine eigene Familie bangt,
da sind Zornesausbrüche bekannt.

Er regiert streng sein Zuhause,
er ist der Souverän ohne Pause,
dafür braucht er keinen Alkohol,
es gilt nämlich nur sein Wohl,
andere sind eben interessant,
wenn sie ihn finden imposant.
Er ist über alles und jenes erhaben,
er darf sich an Köstlichkeiten laben.

Nun hat er so viel Dreck am Stecken,
läuft gebückt seine Wegstrecken
als Zeichen sittsamer Frömmigkeit
und vorgetäuschter Allwissenheit.
Er versteht sich so gut aufs Blenden,
die Leut´ zuhauf ihm Geld spenden.
Sie hofieren ihn wie einem König,
sind ihm treu, einschmeichelnd, hörig.

Dafür ergreift er für sie das Wort
und öffnet ihnen so manche Pfort´.
Er läßt sie dafür als Masse antraben,
seinen Dreck am Stecken wegschaben.
So lebt er völlig sorglos ungeniert,
wer ihm nicht folgt, wird ruiniert.
„Kenn ich den, über den du sprichst?“
„Es ist der, der Nächstenliebe auffrißt!“

„Wenn er seine böse Absicht abstreitet?“
„Du erkennst ihn, da er Angst verbreitet!“

Nafia

Kategorie: Gedichte

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