Seine lebensgroße Geliebte


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Zu dir ist mir kein Weg zu weit,
doch allmählich wird es Zeit,
dir in aller Freundschaft zu gestehen,
so kann es nicht mehr weitergehen.

Diese vielen, fast endlosen Stiegen,
um in trauter Zweisamkeit zu liegen,
in deinem Bette, in deinen Armen,
oh, Lisbeth, hab endlich Erbarmen,

laß dich auf meinen Händen tragen,
in die unteren schönen Hausetagen.
Er meinte ein Nicken zu vernehmen,
trug seine lebensgroße Geliebte…

„Sebastian, sag mal, was tust du da?“
„Lesen, das ist eine besondere Gunst!“
„Liebesgedichte von A. S. Caspara.
Sammelband, Liebe in der Kunst.

Aber dafür bist du noch viel zu jung!
Wer hat dir dies zum Lesen gegeben?“
„Mama, ich bin doch kein Jungspund,
durch Worte kann man Reife erleben,

des Dichters Geist vermag den Leser
zu führen in millionenfache Sphären!“
„Nun reicht es aber, du Besserwisser,
mit zehn hat du mich nicht zu belehren!“

Nafia

Kategorie: Gedichte

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