Umweltbelastung durch Chemikalien keineswegs gebannt


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Unser täglich Gift Ursache etlicher Krankheiten

Was nutzen schon gesetzliche Regelungen oder Verordnungen wie Verbote von Chemikalien und Gefahrstoffen, eine Verpflichtung von Unternehmen zur Registrierung gefährlicher Chemiestoffe bei der ECHA (Europäische Chemikalienagentur), die den Gefahren der chemischen Produktpalette entgegenwirken, wenn trotzdem die toxische Belastung für Natur und Unwelt und somit auch für uns Menschen kontinuierlich zunimmt?

Wir mit den nachhaltig schädlich wirkenden Folgen leiden und leben müssen? Es gibt keinen umfassenden Schutz, weil wir überall mit gefährlichen, chemiekalischen Stoffen in Berührung kommen, dies ohnehin völlig unwissend geschieht. Aufklärung hat oberste Priorität, um zumindest einige Gefahren einzudämmen.

Gefährliche Inhaltsstoffe lauern nach wie vor in Kosmetikprodukten

Lassen Sie sich nicht von der Werbung blenden, welche seitens der herstellenden Industrie von Hygiene- und Körperpflegemitteln uns weismachen will, sie produziere umweltfreundlich, um die Gesundheit zu berücksichtigen. Das Gegenteil trifft in der Regel viel eher zu. Wer sich ein Bild darüber machen möchte, was und vor allem wo etwas drin sein könnte, der schaue mal in diese Liste gefährlicher Inhaltsstoffe von Kosmetikprodukten, um sie mit seinen Badezimmerartikeln zu vergleichen.

Erschreckende Ergebnisse sollten nachdenklich stimmen. Wenn es ums Wäschewaschen geht, schaut es keineswegs besser aus. Anne Steinemann, Professorin an der University of Washington, besonders im Bereich der Umwelttechnik und öffentliche Angelegenheiten engagiert, hat in verschiedenen Studien nachgewiesen, daß überall dort, wo Duftstoffe seitens der chemischen Industrie in den Waschmitteln, in der Kosmetika eingesetzt werden, gut ein Viertel dieser Stoffe als schädlich und toxisch einzustufen sind.

In den USA werden die Hersteller nicht dazu verpflichtet, Angaben über die Inhaltsstoffe preiszugeben, während dies hierzulande zumindest die Gefahrstoffverordnung regelt. Doch welcher Verbraucher hat ein solch umfangreiches Wissen, um sich entsprechend wirklich zu schützen und somit vorzusorgen?

Der beste Schutz gilt dem Verzicht auf fragwürdige Produkte

Niemand kann wirklich behaupten, er könne sich gänzlich vor weltumspannenden Umweltgiften schützen, wobei gar in der Antarktis toxische Verbindungen nachgewiesen wurden, die im Laufe der letzten Jahrzehnte den Weg dorthin fanden. Trotzdem vermögen wir uns zumindest effektiv zu schützen, in dem wir eben nicht bedenkenlos jede Tube, jede Dose an Kosmetika oder Hygiene- und Putzmittel in Discountern und Drogeriegeschäften erwerben und diese auch benutzen.

Die ständigen Behauptungen, Öko-Produkte wären ebenso ein Betrug, sollten Sie nicht ernst nehmen – es sind in der Regel bewußt gestreute Fehlinformationen seitens der Chemielobby, die natürlich ein sehr großes Interesse hat, ihre Produkte an den Mann und die Frau zu bringen. Sehr hohen Auflagen der Kontrolle haben sich gerade Ökobetriebe unterzuordnen, als daß sie Möglichkeiten des Betruges in Betracht ziehen. Die ganz wenigen schwarzen Schafe sind natürlich auch in dieser Branche nicht gänzlich wegzudenken.

„Agenda 21“ sowie „Lokale Agenda 21“ nur ein Wehrmutstropfen?

Was nutzen ernstgemeinte Absichten von weltweiten Abkommen wie die Agenda 21, die das Ziel setzt, daß Industrieländer ihre Wirtschaftspolitik und somit die Agrar-, Energie- und Handelspolitik eine nachhaltige Entwicklung umzusetzen hat, während der Fokus bei den Schwellen- und Entwicklungsländern auf die Armutsbekämpfung, die Bildung, Gesundheit, Trink- und Abwasserversorgung, die Abfallbeseitigung aber auch die ländliche Entwicklung gerichtet ist?

Kriterien der sogenannten „Lokalen Agenda 21“, nämlich Ökonomie, Ökologie und Nachhaltigkeit, sind fragwürdig, was ihre Umsetzung anbelangt. Viel zu heftig äußert sich in der Praxis der Widerstand der Lobbyisten in der Wirtschaft. Diese nutzen ihren Einfluß, verhindern wirksame Möglichkeiten der Verbesserung für Betroffene.

Daher kommt keine tatsächliche Entwicklung zustande, der ewige Schrei nach immer mehr Wachstum hat die Gemüter und den Geist dieser Klientel vergiftet. Während wir schon von einer Kapitulation sprechen sollten, weil die toxische Belastung ungehindert auf die Menschheit niederprasselt, gibt es dennoch ein wenig Hoffnung, wenn Verbraucher entsprechend aufmerksam eben nicht alle toxisch fragwürdigen Produkte konsumieren.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Umwelt

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