Österreich: Wehret entschiedener den Anfängen rechter Hetze


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flickr.com/ wallsdontlie/ (CC BY-NC-ND 2.0)

Sebastian Bohrn Mena mischt zurecht die politische Landschaft auf

Dem politischen Kurzzeitgedächtnis sollte man stets gern nachhelfen, damit etliche Ereignisse nicht in Vergessenheit geraten, wie die jüngste Schlappe Europas Rechtspopulisten im kleinen Österreich. Dort konnte sich Alexander Van der Bellen gegen den FPÖ-Politiker Nobert Hofer durchsetzen.

Gerade deshalb gilt, äußerste Wachsamkeit in Österreich walten zu lassen. Wehret entschiedener den Anfängen rechter Hetze, kann es nur lauten. Natürlich überall, wo sie ihre bösartige Fratze zum Besten gibt. Einerseits mischt Dr. Sebastian Bohrn Mena zurecht die politische Landschaft auf, scheut sich nicht, die SPÖ zu kritisieren, andererseits werden er und seine Frau massiv im Netz verunglimpft und bedroht.

Eine Wiederholung der Nazi-Ära nur mit anderen Mitteln?

Wer sich im Netz tummelt, genauer hinschaut, eben nicht auf den billigen Shitstorm der Lügenpresse-Kampagne hereinfällt, den gern Verschwörungstheoretiker, Esoteriker und einschlägige Seiten à la Kopp-Verlag, Elsässer und Co. sich verschrieben haben, um dort selbst ihre „krude rechtspopulistische Hirnwäsche“ zum Besten zu geben, weiß wie schnell rechte Hetze auf fruchtbaren Boden stößt, einem Lauffeuer gleich auch einzelne Personen diffamiert und bedroht werden.

Jene Nazi-Ära scheint sich tatsächlich zu wiederholen, nur mit anderen, aber wesentlich wirkungsvolleren Mitteln. Ein Grund mehr, darauf hinzuweisen, auch wir berichteten über schlafende, aber jetzt längst erwachte Hunde, die den rechter Terror fördern. Was niemand so recht für möglich gehalten, darf sich vor unser aller Augen ungebremst erneut entfalten?

Schreibt es an jede Wand: Eure verbrecherischen Taten werden überall benannt!

Genau das praktiziert sehr beherzt Sebastian Bohrn Mena, Doktor der Psychotherapiewissenschaften, dessen Eltern den Weg aus chilenischem KZ 1975 nach Österreich fanden, der in seiner Jugend mal Mitglied der ÖVP war, sie allerdings bald enttäuscht verließ, nach dem Eintritt die SPÖ aufmischt, dem roten Urgestein trotzt.

Parallelen zur deutschen SPD kann man unschwer abstreiten, auch was die Dauerkoalition der SPÖ mit der ÖVP anbelangt. Die Politik beider schwarzen Parteien, den deutschen mit dem C vorneweg und der österreichischen mit der fragwürdigen Behauptung, fürs Volk Politik zu machen, ähnelt sich frapant. Das Vertrauen in den Bevölkerungen schwindet zumindest gefühlt, wenn auch letzte Umfrage hierzulande ein anderes Bild zeichnen.

Ein Grund mehr, daß genau hierbei die Neue Rechte ansetzt, um in Rattenfänger-Manier unschlüssig Enttäuschte für ihre Hetze zu gewinnen. In seinem heutigen Bericht auf seiner Facebook-Seite weist Sebastian Bohrn Mena auf die Wiederholung gleicher Fehler der 1930er Jahre hin, die Ignoranz des aufkommenden Nationalsozialismus. Die heutige Neue Rechte gibt sich andere Namen, ob AfD, Identitäre oder eben FPÖ, die Inhalte und deren Weltanschauung haben sich jedoch nicht geändert, genauso wie die Methoden der Hetze sowie ihre menschenverachtende Politik. Inofern sei Bohrn Menas Schlußsatz gern auch hier wiederholt: Wir müssen das Bewusstsein für diese Gefahren schärfen.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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Eine Antwort zu Österreich: Wehret entschiedener den Anfängen rechter Hetze

  1. marisasminds schreibt:

    Hat dies auf Marisa's Mind rebloggt und kommentierte:

    Ein sehr empfehlenswerter Artikel, dem ich nur zustimmen kann.
    Es gibt leider wirklich nicht wenige Parallelen zu der NS-Zeit, in der das Schrecklichste im Menschen an die Oberfläche geholt wurde. Allein durch das Schüren von Angst und Hass. Es ist bedauerlich, dass es von vielen Menschen nicht gerne gehört wird, wenn man auf diese Parallelen hinweist. Aber den Mund halten, kann keine Option sein. Auch wenn es unangenehm ist, wir müssen dem schon ins Auge sehen.
    Ja, das Bewusstsein für diese Gefahren muss geschärft werden!

    Danke für diesen Text!

    Gefällt 1 Person

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