Siemens Probleme mit den Menschenrechten


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flickr.com/ Metropolico.org./ (CC BY-SA 2.0)

Robin Wood protestiert zur Münchner Siemens-Hauptversammlung

Um es gleich vorwegzunehmen, nicht nur Siemens hat Probleme mit den Menschenrechten, diese tatsächlich zu berücksichtigen, es betrifft etliche Konzerne, deren Geschäftsinteressen oberste Priorität innehaben, da stören insofern berechtigte Bedenken und Proteste.

Zur heutigen Jahreshauptversammlung von Siemens protestieren beherzte Robin-Wood-Aktivisten, entrollten dazu ein Banner mit der Aufschrift: „Siemens geht über Leichen. Staudamm Agua Zarca stoppen“, machen darüber hinaus auf andere Energieprojekte in Ländern der südlichen Halbkugel aufmerksam.

Halbherzige Lippenbekenntnisse täuschen über anhaltende Ignoranz hinweg

Keineswegs vermögen Betroffene die Haltung des Siemenskonzerns nachvollziehen. Obwohl etliche Morde längst bekannt sind, hält der Konzern an seiner Geschäftspraxis fest, bestätigen selbst halherzige Lippenbekenntnisse des Bedauerns viel eher den vorgegebenen Kurs.

Nicht nur die Angst vor politischen Morden als ständiger Begleiter Hondoras verbleibt, sondern noch im Jahre 2012 führte das mittelamerikanische Land die Liste der höchsten Zahl an Tötungsdelikten pro Einwohner laut dem Büro der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC) an, es kamen rund 90 Tote auf 100.000 Einwohner, zum Vergleich war es in Deutschland gerade nicht mal einer (0,8).

In Honduras gelten Menschenrechte nicht viel – Siemens zurecht am Pranger

Wie empfindlich die Verstrickungen im Lande nach einem Zeitraum der Militärputsche in den 1970iger Jahren sich offenbarten, ersieht man spätestens bei der Installation des Bataillon 316, übrigens mit fragwürdiger Unterstützung seitens den USA, welches obendrein beim Militärputsch 2009 den rechtmäßigen Präsidenten Manuel Zelaya entmachtete, somit seine Hände mit im Spiel hatte.

Die Forderung einer sozial-ökologischen Energiewende darf man mehr als berechtigt stellen, zumal bis in die Chefetage von Siemens nicht vorgedrungen zu sein scheint, was für Auswirkungen dessen stoisches Festhalten an bestehenden Geschäften mit Honduras haben wird. Obwohl eine wache Weltgemeinschaft die Zusammenhänge über jene verbrecherische Praxis aufdeckt, meint der deutsche Konzern, „business as usual“ walten lassen zu können. Insofern steht Siemens völlig zurecht am Pranger, sollten noch viel mehr Stimmen mit Protesten sich Luft machen.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Proteste und Widerstände

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