The Donald brüskiert Establishment: You’re fired!


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flickr.com/ DonkeyHotey/ (CC BY-SA 2.0)

Ein Despot zuviel taugt nichts

Politischer Übermut kommt nie von ungefähr, wache Beobachter vermögen ihn stets in aller Gelassenheit rechtzeitig erkennen. Umso verwunderlicher all die Aufregung, die den Globus erfaßt, seitdem The Donald das Zepter der USA in den Händen hält. Sicher doch, nicht als erster König oder gar Kaiser des Hegemons, aber zumindest als Möchtegern-Despot.

Was hüben wie drüben, also westlich von Washington der Kim Jong-un oder östlich Putin und Erdoğan als Despoten dürfen, um nur mal drei aufzuzählen, will Humpty-Trumpty unbedingt ihnen gleichtun, egal mit welchen Mitteln. Die ersten beiden Dekret-Wochen sind schon bald rum, haben für viel Wirbel gesorgt, ihm besonders bescheinigt, er sei doch ein Mann der Taten, der sofort umsetze, was er in Wahlkampfzeiten versprach, daher kein Schwätzer. Aha.

Den Muslimen geht’s an den Kragen, den Sioux, den Schwarzen, den Mexikanern, den Chinesen, die Kette rassistisch-religiöser Ausgrenzungen setzt sich fort wie eine einmal in Brand gesteckte Lunte, die kaum noch erstickt werden kann in ihrer rapiden Schnelligkeit des Entzündens zuvor zurückgehaltener, aber lauernder Haßtiraden, die jetzt endlich ihre Gelegenheiten wahrnehmen dürfen, hoch offiziell, legalisiert, gnaden- und schamlos im Dunstkreis ihrer rechtsextremen Ideologie, mit freundlicher Unterstützung vom Ku-Klux-Klan bis hin zu Neo-Nazis sich zu entfalten!

Alles, was die EU erschuf und mit ihr das westliche Establishment, – und die dramatischen Alleingänge jener zentralistischen Europäischen Union sind wahrlich keine tollen Ergüsse genialer Ideen gewesen, haben viele Menschen brüskiert, denken wir an CETA, an den Lissabonner Vertrag, an eine EUROGENDFOR, an den Euro selbst, der die DM verbannte, als Teuro Wut entfachte -, ein Dorn im Auge der USA, Trump den Nationalismus nonchalant ausruft, wissend, daß dieser in Europa selbst wie ein Flächenbrand sich neu formiert, alles mitzieht, was sich ihm in den Weg stellt. Vorerst Russland an seiner Seite.

Wieso vorerst? Ein Despot zuviel taugt nichts, kann man leicht mit einem gezielten Blick in die Geschichte feststellen: Franco, Mussolini und Hitler in Europa, Stalin in Russland, neben dem Desaster des Zweiten Weltkriegs eine unlösbare Konstellation. Damals die USA als Befreier sich profilierten. Bei einem dritten Weltkrieg gibt es ohnehin keine Sieger, alles verliert. Befreit dann der letzte verstrahlt-verkohlte Mensch die Erde von eigener Spezies, damit wieder neues Leben ohne ihn entstehen darf, mit einem USB-Stick in linker, zusammengekraller Hand? Auf welchem per Einlesen von vorbeischauenden Weltraumgesellen vermerkt sein wird:

„Poor old Man died on Earth for all, ‘cause Humpty-Trumpty sat on the wall.”

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Satire

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4 Antworten zu The Donald brüskiert Establishment: You’re fired!

  1. marisasminds schreibt:

    Hat dies auf Marisa's Mind rebloggt.

    Gefällt mir

  2. Pingback: The Donald brüskiert Establishment: You’re fired! | Kulturnews

  3. Auberge Keur Diame schreibt:

    Wow! Klar, kurz und bündig! Vielen Dank Dir!
    Ich teile es auf Facebook. Ich hoffe, Du hast nichts dagegen?
    Liebe Grüsse aus dem Süden
    Mme Ruth

    Gefällt 1 Person

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