Liebling, lass das Licht an


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Blumig schmeckte der Tee,
leicht bitter,
sie trug noch das Negligé,
farbig wie Sommergewitter.

Sie liebte die Prüderie
in den Gesichtern,
wenn die Nachbarn sie
ansahen, schief, lüstern.

In der kalten Jahreszeit
trägt sie Babydolls, rosé
zartlila, extraweit,
setzt sich in Pose

im Wintergarten.
Und dies nicht nur
vormittags, du darfst raten,
da ist sie stur,

zu allen Tageszeiten.
Sie sah ihre große Liebe
an die Musikbox schreiten,
bereute nie, die Begierde

ihn zu streicheln, zu küssen.
Bis zu seinem Lebensende
war sie Muse, sein Ruhekissen,
sie beseelt durch seine Hände

Arbeit, in Plastiken, auf Bildern
nackt, ruhend, wild, zart,
mittels Kunst begann er zu schildern,
wie befreiend für ihn, ihre Art.

Sie haben sich heraus gekämpft
von falscher Moral und Wut,
unterschwellig gedämpft
durch Angst und Furcht.

„Noch ein Gläschen Tee!
Gewalt in den Familien,
wissen Sie, es tut weh,
wenn Freiheit wird gemieden.

Liebling, laß das Licht an,
die abwertende Scham malt
falsche Schatten an die Wand.
Das Gedichtband für jung und alt.

Das wollten Sie doch hören?
Die Alte hat nicht aufgegeben
die Freiheit, Liebe zu beschwören,
schreiben Sie, bis zum Ende vom Leben.“

Nafia

Kategorie: Gedichte

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