Arbeitsalltag verhindert wichtige Ruhepole


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Durchhalten im Überlebenskampf sozialer Mißstände

Wer mag sich noch daran erinnern, wenn die Kinder uns nachts aus dem Schlaf rissen? Schlaf für manche ein gewöhnlicher Luxus, können andere sich kaum wirklich leisten, weil ihnen der übermüdete, erschöpfte Körper diktiert, durchzuhalten im Überlebenskampf sozialer Mißstände.

Wir kommen nicht umhin, festzustellen, daß da längst ein enger Zusammenhang zwischen Freizeit, Vergnügen sowie einem zunehmend gestreßten Arbeitstag und dem Schlaf besteht, wir mit dem Rücken zur Wand dem Globalismus ausgeliefert sind.

Gefährliches Gemisch aus Streß und Zeitmangel

Inzwischen bestimmt dieser hektische Wandel nahezu alle Lebensbereiche, ob bei den Mahlzeiten, in der Schule, Ausbildung oder im Berufsleben, in unserer Freizeit, selbst beim Sex bis eben hin zum Schlaf selbst, Mensch kommt nicht zur inneren Ruhe, alles ordnet sich diesem gefährlichen Gemisch aus Streß und Zeitmangel unter. Die Folgen sehen wir in den Kliniken und im schlimmsten Fall auf manch Friedhof.

Mensch ordnet sich nach den Vorgaben einer zwanghaften Arbeitswelt unter, da bleibt die Zeit der Muße auf der Strecke, folgen Herzinfarkt, Burn-Out oder zunehmende Depressionen. Wir sollten keineswegs unterschätzen, wie wichtig und vor allem erfrischend notwendig Ruhepole letztlich der Gesellschaft selbst nur Vorteile verschaffen. Was bringen kränkelnde, gestreßt und erschöpfte Menschen der Arbeits- und Freizeitwelt, außer den ständig möglichen Unfallgefahren, den daraus entstehenden schrecklichen Mißständen?

Trotzdem richtet sich alles nach den Vorgaben unserer schnellebigen Zeit, wobei der daraus entstehende materielle Schaden enorm hoch sein dürfte, von menschlichen Verlusten mal gänzlich zu schweigen.

Medizinische Diagnosen allein reichen nicht aus

Obwohl Statistiken unbedingt verdeutlichen, was da wohl verkehrt läuft. In sofern nicht weiter verwunderlich, daß im gut-organisierten Japan scheinbar am wenigsten Schlaf stattfindet, dicht gefolgt von den USA.

Was wollen uns derartige Nachrichten verdeutlichen? Anstatt das Übel beim Namen zu nennen, wird lediglich auf bekannte gesundheitliche Folgen hingewiesen aufgrund eines latent vorhandenen Schlafmangels. Denn es sind die abhängigen Menschen von der Arbeitswelt, deren dringend notwendige Existenzsicherung, die wiederum das bißchen Freizeit und den Schlaf mitbestimmt. Während wir auch hier in Deutschland früher einer 35-Stunden-Woche entgegenblickten, die genau diese Problematik verbessern hätte können, diktieren heute erneut wieder 40-Stunden-Wochen sowie längere Arbeitszeiten den Alltag, müssen viele angesichts des Abbaus der Vollzeitstellen mehreren Teilzeitjobs nachgehen, so daß schnell 50 bis 60 Stunden wöchentlich zusammenkommen.

Letztendlich muß der Mensch sich dem Arbeitsmarkt beugen, will er nicht auf die Sozialrutsche gelangen und zugrunde gehen. Daß er hierbei trotzdem tagtäglich seinem Körper und Geist den so dringend nötigen Schlaf vorenthält, kann er daher nicht verhindern. Oder gibt es eine reale Chance der Besserung?

Erhöhte Wachsamkeit mittels mehr Schlaf

Die Tierwelt handelt viel cleverer als der freiwillig oder unfreiwillig übermüdete Mensch. Wer seine Katzen oder Hunde beobachtet, die ständig dösend, manchmal sogar kurzfristig tief schlafend selbst den Tag verbringen, weiß auch weshalb. Denn von einer Sekunde zur nächsten müssen sie urplötzlich präsent sein, schnellen auf und haben sämtliche Kräfte, um mögliche Gefahrensituationen zu verhindern. Das gilt natürlich für andere Tiere ebenso.

Der zivilisierte Mensch verlernte im Laufe seiner Entwicklung den naturgegebenen Schutz eines wesentlich entspannteren Tagesablaufs, wo noch Zeit und Muße stattfand, die umgebenden Dinge und Erlebnisse gelassener verarbeitet wurden. Mögen wir uns jenem ursprünglichen Dasein rückbesinnen, wieder viel mehr Schlaf- und Ruhezeiten uns gönnen, bevor unsere Gesundheit gefährdet wird.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gesundheit

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Eine Antwort zu Arbeitsalltag verhindert wichtige Ruhepole

  1. cource schreibt:

    wenn in der heutigen abstiegsgesellschaft, alle nicht mehr mit markenklamotten, urlaub, große auto/wohnung usw. usf. protzen können, besteht auch nicht mehr der gruppenzwang unbedingt mithalten zu müssen, weil es der nachbar auch nicht mehr kann/will, dann wird automatisch der selbstauferlegte druck nachlassen und die besinnung auf die erschwinglichen – naturerlebnis, erholsamer schlaf und innere zufriedenheit – freuden des lebens erfolgen

    Gefällt 1 Person

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