USA: Trumpomanie entpuppt sich als Lachnummer


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flickr.com/ DonkeyHotey/ (CC BY 2.0)

Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten werden Grenzen gesetzt

Diesen Satz darf die Weltgemeinschaft baldigst des öfteren hören und lesen: You’re fired! Donald Trump gab gestern seine erste Pressekonferenz in diesem neuen Jahr kurz vor seiner Vereidigung als 45. Präsident, ein „Schauspiel zum Schaudern“ wie die Zeit zurecht bemerkt.

Was soll man von ihm halten, wenn bestimmte Medien per se als Fake abgetan, während er anderen das Wort erteilt? Eine neuartige Form irrealer Arroganz, zumal auch der bald mächtigste Mann in den USA keinesfalls dauerhaft diesen Kurs durchhalten kann, es sei denn, er installiert eine gezielte Zäsur mit entsprechenden Berufsverboten, was einer schallenden Ohrfeige gen Pressefreiheit bedeuten würde. Entpuppt sich etwa die Trumpomanie als Lachnumer, bevor diese reale Gestalt annehmen vermag? Sicher doch, auch im Land der unbegrenzten Möglichkeiten werden Grenzen gesetzt.

Nach der Wahl folgt die Ernüchterung

All diejenigen, die berechtigt äußerst skeptisch diesen neugewählten Präsidenten während der Wahlkampfauftritte mit seinen vielen Entgleisungen beobachtet hatten, werden weiterhin bestätigt. Sein auserwähter Regierungsstab deutet auf eklatante Fehlbesetzungen hin, wie sich noch in Zukunft erweisen wird.

Obendrein rudert er bereits zurück, was den angeblichen Schmusekurs mit Russland anbelangt, den wohl ebenso viele europäische Rechtspopulisten sich erhofft hatten, plötzlich stecken hinter den Hackerangriffen doch die Russen, nachdem zuvor Trump die Geheimdienste ob jener Beschuldigung beschimpft hatte.

Eines seiner Wahlversprechen soll zügig umgesetzt werden, die Mauer an der Grenze zu Mexiko, die allerdings die Mexikaner bezahlen sollen. Verständlicherweise wehrt sich Staatschef Peña Nieto gegen Trumps willkürliche Bestimmung.

Eine Politik der Eskalation?

Rüpelhaft entgleiten die Äußerungen dieses neuen Präsidenten sich wie ein roter Faden, man könnte nicht nur, man sollte sogar annehmen, er provoziert ziemlich bewußt. Sei es gen Mexiko, dem südlichen Nachbarn, Kanada hat übrigens ebenso schon mal vorsichtshalber reagiert, in dem die ehemalige Handelsministerin Chrystia Freeland nunmehr von Justin Trudeau als Außenministerin berufen wurde.

Bekanntlich haben die USA keinerlei Probleme, UN-Resolutionen zu mißachten oder gar Kriege ohne UN-Mandat ins Leben zu rufen, denken wir an den Irak-Krieg. Umso befremdlicher wirkt die Twitter-Nachricht von Donald Trump, die Vereinten Nationen seien „unwirksam“, ein trauriger Club, wo sich Leute treffen, unterhalten und vergnügen können. Ein Schelm, wer dabei böses denkt, oder? Man beachte nur mal seine Äußerungen an die VR China, an den Willen zur Atomwaffenaufrüstung. Alles Indizien einer Politik der Eskalation.

Lotar Martin Kamm

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Eine Antwort zu USA: Trumpomanie entpuppt sich als Lachnummer

  1. Petra Gutsche schreibt:

    Du sprichst mir sehr aus der Seele lieber Lotar. Danke für diese Gedanken.

    Viele Grüße von Ninde 🙂

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