Überwachung längst fest verankert im Alltag


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Politik nahezu ohnmächtig sie gelten läßt

Erinnern Sie sich vielleicht, einige hatten bestimmt vermutet, es handle sich um einen gezielten Scherz, es könne nicht sein, daß irgendwelche Dienste nonchalant das Handy von der Bundeskanzlerin abhören. Doch die Realität offenbarte eben genau diesen wunden Punkt, wie bei einer „billigen Komödie“, die alles andere als lustig sich herausstellt.

Eine flächendeckende Überwachung längst fest verankert im Alltag, obendrein bewußt initiierter Terrorismus unsere Freiheit zerstört. Dramatische Aussichten, weil Huxleys schöne neue Welt somit wie eine beschlossene Sache wirkt, dessen futuristischer Roman sich jetzt wohl bewahrheitet.

Gänzlich gläsern ohne Glaskugel

Man fragt sich schon, wer eigentlich hinter den Aufträgen steckt, sich Wissen über alles und jeden anzueignen. Sind wir tatsächlich so naiv, uns einreden zu lassen, Regierungen wie die hegomoniale USA würden seit 9/11, dem Startschuß der rasch folgenden Erklärung zum „War on Terror“, alles daran setzen, brav und bieder dieses Ziel zu verwirklichen? Dahinter verbirgt sich in Wirklichkeit die perfide Möglichkeit, jeden Menschen weltweit zu überwachen, rücksichtslos, ohne auch nur einen um Erlaubnis bitten zu müssen.

Ergänzend die vierte Gewalt obendrein für entsprechende Unterhaltung sorgt, ein Spektakulum ganz im Sinne medienvernarrter Konsumenten, die zwischen Fußball-WM und Big Brother vollends vernebelt den Lauf der Welt außer acht lassen, Hauptsache sie werden bedient. Das gilt erst recht für die PC-Benutzer, die ahnungslos seitens der NSA sogar offline ausspioniert werden können, wenn eine entsprechende Software heimtückisch bei ihnen installiert sein sollte.

Allseitige Überwachung gestaltet sich auf verschiedenen Ebenen, so wissen wir doch aus leidvoller Kriegserfahrung des Zweiten Weltkriegs ob bestimmter Decheffriertechniken, wie schwierig des Feindes Botschaften schnellstmöglich benötigt wurden. Gibt es realistisch Chancen, der NSA-Schnüffelei zu entgehen? Wer an den Weihnachtsmann glaubt, darf sich das einreden, die technische Entwicklung wird problemlos immer uns einen Schritt voraus sein, um im Dienst bestimmter Mächte erfolgreich zu funktionieren. Das gilt natürlich ebenso für die „Gegenseite“, denken wir an jüngste russische Bemühungen per Hacker-Angriffe.

Gesellschaftlich friedliches Miteinander eine Illusion?

Insofern muß sich jede Gesellschaft selbst hinterfragen, warum ein Klima des Mißtrauens vorherrscht bzw. sich stetig ausbreitet. Wer nur willenlos reagiert, anstatt erkennbare Zusammenhänge vertiefter zu ergründen, keine entsprechende Gegenmaßnahmen entwickelt, darf sich nicht wundern, wenn staatliche Spionage mit ihren zielsicheren Instrumenten unsere freiheitlich erkämpften Bürgerrechte stückweise aushebelt, der gläserne Mensch keinem futuristischen Horrorszenarium entspricht, sondern vielmehr sich schlicht fügt.

Ein gesellschaftlich friedliches Miteinander eine Illusion, der wir hinterherhinken im Kampf zwischen den Polaritäten? Das dürfen wir nicht zulassen! Keineswegs handelt es sich hierbei um die einfache Formel „das Gute gegen das Böse“, wo am Ende das Gute obsiegt oder eventuell eine vernichtende Apokalypse alles Leben auf Erden zerstört.

„Alles, was sich ein Mensch vorstellen kann, werden andere Menschen verwirklichen.“ (Jules Verne)

Im Umkehrschluß bedeutet dies, daß noch manch grauenvolle Science-Fiction-Szenarien uns begegnen können. Verhindern wir sie, bevor es zu spät ist.

Lotar Martin Kamm

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2 Antworten zu Überwachung längst fest verankert im Alltag

  1. Arno von Rosen schreibt:

    Wir könnten der permanenten Spionage tatsächlich entgehen. Handy weg, Auto stehen lassen (oder ganz alte Fahrzeuge verwenden), Keine Paybackkarten oder ähnliches, natürlich keinen PC und damit keine Internetbewegungen, keine Flüge irgendwohin …, es ist eben doch fast utophisch und so ist es auch gewollt.

    Gefällt 2 Personen

  2. Carlo schreibt:

    »Ein gesellschaftlich friedliches Miteinander eine Illusion, der wir hinterherhinken im Kampf zwischen den Polaritäten? Das dürfen wir nicht zulassen!«

    Man muss es nicht zulassen, weil es schon besteht. Eine Grundbedingung für die »moderne« Gesellschaft. Alles andere ist Illusion wie die »freiheitlich erkämpften Bürgerrechte«. Diese Gesellschaft kennt nur das Recht auf Profit und das Recht auf Elend. Beruhend auf römischen Recht, gibt es kein Menschenrecht und somit kein Recht auf Frieden. Ganz im Gegenteil. Heute hat alles seinen Preis. Auch ein Menschenleben. Deshalb beinhaltet das Recht auf Profit das Recht auf »Teilzeitversklavung« (locatio conductio operarum -> daraus entstand das Arbeitsrecht). Wie kann man dies am besten aufrecht erhalten oder verschleiern? Mit vielen Polaritäten. Mit Streit von der kleinsten Ebene über Parteien bis in die »große« Politik. Dieser muss überwacht und kontinuierlich neu entfacht werden.

    Will man etwas ändern, sollte man zunächst über den Wert eines Menschenleben nachdenken und darüber, ob es tatsächlich einen Preis hat. Hat es keinen [Preis] und man behandelt es wie Liebe, Sprache oder Wissen – nichtmateriell, kann man keine einzige Stunde bezahlen und jedes Produkt menschlicher Tätikgkeit wäre unverkäuflich. Mit diesem Ansatz müsste man die Gesellschaft tatsächlich in der Dimension Mensch und nicht in der Dimension Kosten (quer)denken.
    Menschenrecht!

    Gefällt 1 Person

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