Menschheit unterwegs auf zerstörerischem Kurs


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Das Recht des Stärkeren ungeschriebenes Gesetz

Einer Ewigkeit gleich konnte die Tier- und Pflanzenwelt sich unbedarft entwickeln im natürlichen Kreislauf, in einer Umwelt, die unbelastet ihnen jedweden Raum überließ. Lediglich klimatische Katastrophen, Vulkanausbrüche, Erdbeben oder kosmische Besuche auf Erden beeinflußten das Leben bzw. bedrohten es bis zur teilweisen Vernichtung.

Erst seit der Existenz des Homo sapiens sollten sich alle Spezies von da an nach diesem richten, hatten sich seinem Verhalten unterzuordnen. Die notwendige Bedingung eines Naturschutzes war von fortan gegeben, allerdings Mensch bestimmte seitdem rücksichtslos dessen Grenzen. Das Recht des Stärkeren stellt daher von vornherein ein ungeschriebenes Gesetz dar, dem sich alles zu fügen hat, zumal kein Wesen bisherig dermaßen expandierte wie Mensch selbst.

Zerstörung der Schlüssel des Homo sapiens?

Mit der Entwicklung des menschlichen Bewußtseins vergaß die Schöpfung wohl etwas ganz entscheidendes mitzugeben: den uneingeschränkten Respekt vor allem Leben. Vielleicht erklärt sich auf diese Weise die tiefe Sehnsucht nach einer allumfassenden Religiosität, die Suche nach unseren Wurzeln, dem Hinterfragen, welche Rolle Mensch in der Natur haben möge.

In einer der eindrucksvollsten Szenen in Stanley Kubricks Film „2001: A space odyssey“, die Erkenntnis mittels Knochen die eigene Spezies zu erschlagen, zeigt sich des Menschen Schwäche, von Beginn an auf Vernichtung vorprogrammiert zu sein. Unschwer lassen sich geschichtlich stattgefundene Ereignisse umkehren, um genau ein solches Verhalten zu entkräften. Dürfen wir uns daher noch wundern, daß alles auf Erden sich danach zu richten hat, was der Homo sapiens sich erdenkt, entwickelt, aber auch vernichtet?

Menschliche Expansion verdrängt die Natur

Die Tiere, der Kosmos und der Mensch im ewiglichen Kreislauf der Natur verbunden. Solange wir wenige waren, beschränkte sich eine Expansion und Fortbewegung im regional begrenzten Bereich. Doch der stets neugierige Erfindergeist erschuf die technische Mobilität, die Unterordnung der Umwelt war somit vorprogrammiert. Mit nimmersatter Bereicherung eines nicht endenwollenden Luxusanspruchs setzte sich eine Vernichtungslawine ungeahnten Ausmaßes fort, deren Folgen wir alle immer deutlicher spüren, wer das denn noch registriert. Die Tier- und Pflanzenwelt kann sich nicht verbal äußern oder gar protestieren, sondern schweigt und reagiert auf ihre Weise.

Mit einem Blick auf das Straßennetz hierzulande, kommen wir nicht umhin, zugeben zu müssen, daß ungefähr 650.000 km eine extreme Zerstückelung der Landschaft bedeuten, wo gerade Wildtiere einer tagtäglichen Bedrohung ausgesetzt sind. Wie schön, daß Umweltverbände im zähen Ringen dennoch auf kleine Erfolge zurückblicken können bei der Wiedervernetzung von Lebensräumen, selbst wenn nach wie vor eine destruktive Kostendebatte hinderlich für schnellere Maßnahmen zugunsten der betroffenen Wildtiere im Wege steht.

Natürlich gibt es einen Zusammenhang zwischen dem maßlosen Expandieren ohne jedwedes behutsames Erkennen ob der Umweltbelastung und deren Folgen für Pflanzen- und Tierwelt. Solange Mensch seinen egoistischen Kurs weiterhin verfolgt wie all die Jahre zuvor, ändert sich an den unübersehbaren Verfehlungen nichts. Erst wenn wir erkennen, was uns ausmacht, woran das Leben auf Erden so unausweichlich zerstörerisch leidet, um die Ursachen auch real zu ändern, hat die Natur selbst eine Chance, sich wirklich zu erholen.

Mutter Erde hat genügend Antworten parat, in wie weit natürliche Kreisläufe ein sinnvolles Miteinander rechtfertigen. Nur der Mensch scheint sich seiner Rolle nicht mehr bewußt zu sein, deshalb zerstört er sie bedenkenlos, um dies auch noch als Fortschritt zu bezeichnen.

Lotar Martin Kamm

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2 Antworten zu Menschheit unterwegs auf zerstörerischem Kurs

  1. Bernd Engelking schreibt:

    Warum ist das hier geschriebene falsch?
    Immer und immer wieder muss ich darauf hinweisen: Den so dargestellten Menschen gibt es einfach nicht.
    Homo sapiens gibt es seit vielen 100000den Jahren. auch der Neandertaler gehört dazu. War er eine Gefahr für den Planeten und für sein Umwelt? Auch der moderne Mensch ist nach Europa eingewandert, hat sich ausgebreitet mit seiner Lebensweise. Nur durch Kooperation, Gemeinschaft und im Einklang mit der Natur konnte er auch schlechte Zeiten überleben. Viele Naturvölker zeigen heute immer noch, wie auch wir einmal gelebt haben. Nachhaltig im Einklang mit seiner Umwelt.
    Nur weil die Betreiber und Organisatoren der industrielle westlichen Wertegemeinschaft den einfachen Menschen ein Wirtschaftssystem aufgezwungen haben, muss man den einfachen Menschen nicht pauschal als egoistisch, gewalttätig und weltzerstörerisch darstellen. Das lenkt nur ab von der Verantwortung der Systembetreiber, der Kapitalisten, die sich darüber herzlich freuen dürften.
    Selbst wenn man das nicht glaubt, die heute noch existierenden Naturvölker sind auch Homo sapiens, ebenso wie die vielen nicht mehr existierenden, deren Lebensweise aber genauso bekannt ist. Die gesamten afrikanischen und amerikanischen Kontinente wurden bewohnt von Naturvölkern. Auch wir waren einmal Naturvölker, bis sich die Eliten durch ihren Reichtum von uns abgesetzt haben und uns den Fortschritt, den Wachstumszwang und den Kapitalismus aufgezwungen bekamen.

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    • hraban57 schreibt:

      Mitnichten werde ich Ihre Kritik annehmen! Denn wenn Sie sehr genau nochmals meinen Artikel lesen, obendrein andere hier veröffentlichte, gerade unter der Kategorie „Bedrohte Völker“, aber auch unsere Einstellung über den Raubtierkapitalismus in anderen Beiträgen, dann wüßten Sie, daß Ihre Anmahnung nicht zutrifft. Insofern bleibe ich dabei: Den so dargestellten Menschen gibt es unbedingt, es ist genau derjenige, der sich über Naturvölker hinwegsetzt, aber auch derjenige, der gerade in Europa eben oftmals nicht in Kooperation schlechte Zeiten meisterte. Im Gegenteil: Durch unendlich viele Kriege seine Machtansprüche ständig einforderte zum Leidwesen seiner Mitmenschen. Da half ihm der Einklang mit der Natur, der natürlich stattfand, reichlich wenig.

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