Umweltschutz: Deutschlands Ignoranz zur Nitratbelastung ein Hohn


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Barbara Hendricks Forderung erfolgt reichlich spät

Obendrein hatte gerade das Landwirtschaftsministerium etliche Gelegenheiten, endlich seiner Verantwortung gerecht zu werden, um die Nitratbelastung per enstprechend gesetzlicher Regelungen bundesweit abzusenken.

Die erst im Laufe des letzten Jahres verfaßte, aber nicht in Kraft getretene Novelle des Düngerechts erfolgt genauso verspätet wie Barbara Hendricks jetztige Forderung zu verschärften Regeln für Gülle und Kunstdünger.

Hofierung bestimmter Konzerne zu Lasten der Umwelt

Genau darunter haben ganze Ökosysteme sowieso schon seit mehreren Jahrzehnten zu leiden. Was nützen ins Leben gerufene Parteien wie die Grünen, die entscheidend das Augenmerk zum Umweltbewußtsein in den politischen Alltag brachten, oftmals erfolgreiche Maßnahmen zum Schutz eingesetzt werden, wenn dennoch weiterhin in vielen Bereichen eine unfaßbare Ignoranz vorherrscht.

Gerade im Bereich der Landwirtschaft, die Nahtstelle zwischen notwendiger Versorgung der Bevölkerung per Agrarprodukte, tummeln sich Chemiekonzerne, um ihre giftigen, umweltschädigenden Produkte in die natürlichen Kreisläufe einzubringen, Hauptsache den Fokus auf hohe Profite ausgerichtet, die schädigenden Folgen außer acht gelassen mit freundlicher Unterstützung auch eines Herrn Christian Schmidt, der durch enge Zusammenarbeit mit dieser Klientel glänzt.

Weite Teile Deutschlands mit viel zu hohen Nitratwerten

Mit einem Blick auf die Karte Deutschlands zeigt sich schnell, wo die Belastung zu hoher Nitratwerte besonders extrem vorhanden: nahezu in ganz Niedersachsen, in Nord-Bayern und Sachsen-Anhalt, um nur mal drei Gebiete zu benennen. Dabei sollte man nebenbei erwähnt den Grenzwert für NO3 (Nitrate) im Trinkwasser selbst in Frage stellen, der hierzulande bei 50 mg/l liegt, während die Schweiz genau die Hälfte festsetzt.

Hält die Belastung in Gewässern ohnehin schon viel zu lang an, meinen die Verantwortlichen zur Nitratbelastung, sie müßten kaum etwas dagegen tun. Ob die Anmahnung der Bundesumweltministerin schnellere Aktionen hervorruft, bleibt mal dahingestellt.

Immerhin ließ sich unsere Bundesregierung kaum von der im letzten April angekündigten Klageschrift der EU beeindrucken, in der Deutschland vorgehalten wird, es hätte spätestens 2012 bereits handeln müssen, um die Vorschriften zum Schutz der Gewässer vor zu viel Nitrat aus der Landwirtschaft zu verschärfen. Ob die hohen, angekündigten Geldstrafen tatsächlich beeindrucken, darf bezweifelt werden. Letztendlich leidet die gesamte Umwelt.

Lotar Martin Kamm

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