Bundesregierung befürwortet „Pflichtpraktikum“ bei Migranten


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Aushöhlung des Mindestlohns findet neue Opfer

Langsam erhält der Begriff „Sozialrassismus“ eine ganz besonders widerwärtig doppelsinnige Tragweite. Nicht nur aus dem Hause Nahles ertönen Vorstellungen des modernen Sklaventums, sondern ebenso das Bildungs- und Finanzministerium befürworten ein sogenanntes „Pflichtpraktikum“ bei Migranten, die sich somit auf dem Arbeitsmarkt bewähren sollen. Insofern findet die Aushöhlung des Mindestlohnes neue Opfer, in dem kurzerhand diese Maßnahmen als „ausbildungsähnliche Qualifizierungen“ deklariert werden.

Die Wirtschaftspolitik verdeutlicht erneut ihre kurzsichtige Vorgehensweise, wenn sie tatsächlich meint, man könne dauerhaft mittels Ausgrenzung ganzer Bevölkerungsteile langfristig den Arbeitsmarkt am Leben erhalten. Eine unverträgliche soziale Gesetzgebung, die mit den Hartz-IV-Gesetzen eine menschenverachtende Isolation erschuf, erhält mit der Flut von Migranten eine gänzlich neue Tragweite der Ausbeutung.

Drei-Klassen-Gesellschaft untergräbt friedliches Miteinander

Die dritte Säule, das sind diejenigen, die Schutz in der BRD suchen, die kann man mit dieser neuen Variante eines Pflichtpraktikums vielseitig in Firmen malochen lassen, ein widerliches Ausspielen zwischen Hartz-IV-Anwärtern und Flüchtlingen, Zündstoff für noch mehr Neid und Mißgunst, die so erschaffene Drei-Klassen-Gesellschaft untergräbt erst recht ein friedliches Miteinander.

Schon könnte man das bösartige Agieren einer AfD vermuten, die genau jene neue Konkurrenz von Migranten für ihre Zwecke auszunutzen weiß, indem sie einerseits mit dem Finger auf sie zeigt, um gleichzeitig der Bundesregierung Unfähigkeit zu bescheinigen. Deutsche Gründlichkeit wird eben nicht nur beim Sozialrassismus betont, sondern ebenso bei Rechtspopulisten, die besonders gern per Ausgrenzung unterwegs sind.

Ein Klima der Verunsicherung schafft neue Gewalt

Dazu gesellt sich der zunehmende Terror, der nicht zufällig immer deutlicher das Ausmaß verfehlter Politik unterstreicht. Armut, Elend und Ungerechtigkeit per sozialer Mißstände auf der einen Seite, Rüstungsspiralen, Überreichtum und staatlicher Terror auf der anderen Seite erschaffen den Nährboden für Chaos und Terroranschläge.

Wenn es lautet, daß jeder sich selbst der Nächste sei, ohne den Mitmenschen zu beachten in einer Verrohung der Gesellschaft, dürfen wie uns nicht wundern, wenn die Urheber jener ausbeuterischen Entwicklung einfach ihren Kurs der Repressalien fortsetzen.

„Die Dienste der Großen sind gefährlich und lohnen der Mühe, des Zwangs, der Erniedrigung nicht, die sie kosten.“ (Gotthold Ephraim Lessing)

Was nützen solche Erkenntnisse, wenn Mensch immer wieder die Großen bedient, statt sie endlich von dannen zu jagen?!

Lotar Martin Kamm

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