Jahresrückblick 2016: Vertrauensverluste allenthalben


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Querdenkende zieht Résumé

Die alten Querelen zwischen den USA und dem Iran scheinen zunächst beigelegt mit dem Ende der Sanktionen, die Heuchelei soll derweil eigentliche Absichten vertuschen, möchte man meinen. Darf die Welt für Momente im Mittleren und Nahen Osten aufatmen? Mitnichten. Es sind die alten Wunden, die nicht reißen sollen, schließlich das ins Leben gerufene Projekt „Gegen das Vergessen“ an die Verbrechen der NS-Zeit erinnern möge, ein Mahnmal gerade gegen aufkommenden Rechtspopulismus.

Stichwort Reinheit im Zusammenhang zum deutschen Bier so manchen aufhorchen läßt, erst recht wenn Glyphosat im Spiel, selbstverständlich Proteste sich mehren. Monsanto und Co. tief beeindruckt? Wohl eher nicht. Weiterhin bleibt MH370 verschollen, wie auch der Ermittlungsbericht kundtut, viel Medienhype und Spekulationen helfen weder den Familienangehörigen noch dienen sie der Wahrheitsfindung, dies die traurige Erkenntnis.

Daß der Flüchtlingspakt mit der Türkei alles andere als folgerichtig, stellt sich im Laufe dieses Schaltjahres noch heraus, Erdoğan nutzt seine despotische Haltung in jeder Hinsicht für sich. Da wird doch nicht etwa dessen Satire-Phobie außer Kontrolle geraten mit jener Flut von Klagen nach der Böhmermann-Affäre? Aber getroffene Hunde bellen gern, gelle.

Im Reigen anhaltender TTIP-Proteste offenbaren die Greenpeace-Enthüllungen ohnehin die gesamte Skepsis, bestärken den Kurs aufgeregt berechtigter Schelte gen Politik und Konzernlobbyismus. Dazu reiht sich nahezu nahtlos das Interview mit Martin Behrsing ein: Druck gen Hartz-IV-Empfänger mit „hämischer“ Unterstützung ewig gestriger Neo-Nazis. Die olle SPD spricht gar von Reform, wenn mehr sanktioniert wird.

Mitten im US-Wahlkampf den Terroranschlag in Orlando gar Trump ausnutzt, Obama am liebsten zurückgetreten sehen will. Taktik oder bloßer Zufall? Steinmeiers NATO-Kritik mag eine Welle der Entrüstung auslösen, so richtig glaubwürdig versickert sie eher, wenn man dessen bisherige Haltung betrachtet.

Mit dem Bayer-Monsanto-Deal, der nunmehr in trockenen Tüchern, zeigt sich der eigentliche Werdegang jener Klientel, wie auch Jan Pehrke im Interview erläutert. Doch weit gefehlt, wer meint, Fracking sei in Deutschland verbannt: ein Gesetz verhindert ein generelles Verbot, ein Hintertürchen für Trump, möchte man aus heutiger Sicht meinen, oder?

Die einen deuten es wie schon lang vorausgesagt: als Kriegserklärung. Der Terroranschlag von Nizza bestätigt die Folgen, noch mehr Rechtspopulismus fühlt sich bestärkt, mehr Überwachung folgt auf dem Fuße. Fast schon könnte man vermuten, daß der Sozialrassismus nicht nur deutsche Gründlichkeit betont, sondern dieser geradewegs in die Hände einer AfD spielt, die ohnehin wesentlich härter durchgreifen wird.

Mensch kann sich den Naturgewalten nicht entziehen, aber entsprechend vorsorgen. Nachdem Accumoli zur Hälfte zerstört, wird gewiß, wie gefährlich leichtsinnig Italien handelt. Das politische Erdbeben hingegen in Brasilien veranlaßt Dilma, ihren Platz zu räumen, Temer frohlockt ziemlich hämisch. Ein Sieg besserer Korruption.

Hingegen die Resignation der Friedensbewegung hierzulande anhält, die Proteste zum US-Atomwaffenstandort Büchel viel zu gering sind, das Modell des Kalten Krieges nimmt seinen Lauf. Man möchte zwar hoffen, aber der Putin-Besuch scheint keineswegs als Hinweis auf einen Wandel zu deuten, da lenken auch R2G-Planspiele nicht ab, es sei denn, das Volk läßt sich erneut verschaukeln.

Trumps Wahlsieg im November beflügelt die schlummernden Kräfte, wo doch niemand mit diesem rechnen wollte, findet Rassismus jetzt Wege der Entfaltung. Wir wissen doch, Westwinde zahlreich gen Europa wehen! Nahtlos schnelles Statement zur Bundestagswahl läßt Pessimisten bestätigen, was ohnehin fast sicher: Merkel kandidiert zum vierten Mal.

Was zu Beginn des Jahres sich anbahnte, findet schnell Raum, Erdoğans Präsidialsystem schon bald Realität wird, von der Demokratie zur islamistischen Diktatur, welch dramatische Gewißheit. Gleichwohl Trumps Kabinett nichts gutes offenbart, ein derartiger Kurs niemals gegen das Establishment handelt. Dazu ziemlich passend die westliche Arroganz, um beim EU-Gipfel das Schmierentheater fortzusetzen, Syrien-Krieg als Aushängeschild weiterer Schandtaten?!

Noch im Dezember kurz vor Heiligabend nach dem tragischen Anschlag in Berlin Rechtspopulisten mit ihren Haßtiraden sich überschlagen, besonders in den Social Media freien Lauf gewähren, parallel das bösartige Spiel staatlicher Überwachung sich einfügt.

Mensch, wohin steuerst du? Rückblickend das Jahr 2016 mit Vetrauensverlusten allenthalben, Terror auf dem Fuße, auch von Staats wegen, weltweit!

Lotar Martin Kamm

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Eine Antwort zu Jahresrückblick 2016: Vertrauensverluste allenthalben

  1. v.Stoneway schreibt:

    Sehr bedenklich ..

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