Dann war auch die Liebe weg


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Sie stand an der hinteren Gartenpforte,
ein kurzer letzter Blick zurück zur Tür,
sie ahnte, bevor sie wußte, hierfür
gab es nie mehr die richtigen Worte.

Ach was, Worte, Aussagen, Sätze
trafen schon lange nur ins Leere,
zurück kamen verletzende Speere,
voll listenreicher scheinheiliger Etikette.

Schließlich brauchte man sie bisweilen,
dafür lohnte es sich, mit den Ehrlichkeiten
sparsam zu sein, denn bei Widrigkeiten,
zum Ausheulen, zur Hilfe bei den Kleinen

konnte man sich immer auf sie verlassen.
Doch dies sind keine Werte für Freunde,
die haben alle viel Geld in ihrer Scheune,
da zählt der Mammon als Wert, das Prassen.

Das waren die ersten kleinen giftigen Pfeile,
peinlich, wie ärmlich sie lebt, zum Schämen
ist dies, auch ist sie stolz, kennt kein Grämen,
für ihr Alter zu jugendlich, nie in gestreßter Eile.

Dies der letzte Besuch, die Freunde bereits
zum Feiern durch die große Haustüre kamen,
wurde sie lächelnd mit linkischem Umarmen
verabschiedet, da war ihr Leben längst abseits.

Seitdem war keine Hoffnung auf Verständigung,
und es wurde klar, da war auch die Liebe weg,
für Liebe gibt es keine Hintertür, sie ist kein Fleck
auf dem Herzen, sie ist Seelenergänzung.

Nafia

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