Weltpolitik: Zwischen Hoffnung und Resignation zum Jahreswechsel


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Unheilvolle Allianzen bei gegenseitigem Mißtrauen

Beständigkeit kann keineswegs gefordert werden in der Weltpolitik, zumal insbesondere die schier grenzenlose Gier nach Überreichtum einiger weniger millionenfache Opfer fordert, rücksichtslos Hunger, Elend und Kriege sich am laufenden Band einem Krebsgeschwür gleich festsetzen, das gesamte Leben auf Erden gefährden. Hauptsache bestimmte Eliten bedient.

Unheilvolle Allianzen bei gegenseitigem Mißtrauen verbleiben auch zum Jahreswechsel, zwischen Hoffnung und Resignation. Während der Trumpf-Seniorchef Berthold Leibinger im Interview der Stuttgarter Zeitung zurecht betont, Weltoffenheit sei eine Gnade, man müsse das Wesen, die Essenz dieser Erkenntnis nur tagtäglich verinnerlicht umsetzen, ziehen es hierzulande aber auch europaweit überwunden geglaubte, wieder auferstandende Rechtspopulisten vor, den Nationalismus mit neuem Haß manifestieren zu müssen, wollen an die Macht.

Nachtreten ohne Sinn und Verstand

Die achtjährige Ära des US-Päsidenten Barack Obama neigt sich ihrem Ende, in der von friedlichen Zeiten keine Rede sein kann, der eiligst erteilte Friedensnobelpreis viel eher eine Farce darstellt. Zweifellos waren in dieser Zeit durchaus die Republikaner nicht unbeteiligt in ihrer störrischen Haltung, die Politik unter ihnen wäre vielfach genauso ausgefallen, da sollte niemand uns etwas vormachen.

Selbst Trumps baldigst agierendes Kabinett wird sich noch bewähren müssen, was dessen Versprechen anbelangt, vor allem zur angeblichen wirtschaftlichen Gesundung des Mittelstandes und des kleinen Mannes. Doch Obamas verhängte Sanktionen gegen Russland aufgrund angeblicher Hackerangriffe während des Wahlkampfes betonen ein Nachtreten ohne Sinn und Verstand. Die nachzuliefernden Beweise werden aller Wahrscheinlichkeit nicht erfolgen, Trump diese Sanktionen wohl eher zurücknehmen als eines seiner ersten Amtshandlungen. Die USA als Ermahner in Sachen Spioange, mit freundlicher Unterstützung der NSA bis in den Deutschen Bundestag hinein, was für eine Entlarvung!

Von deutschen Waffenlieferungen bis zum Feindbild Russland

Unheilvolle Allianzen ergeben sich ganz besonders im Waffenhandel, Deutschland als drittgrößter Exporteur kann sich insofern keineswegs mehr wegducken bei berechtigten Fragen und Vorwürfen, wo dessen Waffen gegen welche Zivilisten gerichtet werden, etliche Tote mit zu verantworten hat. Jene Bundespolitik als Schizophrenie und „Lebenslüge“ zu bezeichnen, wird ihr gerecht. Wer in dieser Hinsicht mit haltlosen Rechtfertigungen antritt, macht sich nicht nur lächerlich, sondern reiht sich mit ein auf politischem Parkett heuchlerischer Friedensbemühungen.

Kann und wird Donald Trump das westliche Feindbild Russlands niederreißen, vor allem mit entsprechender Rückendeckung seitens der Mehrheit republikanischer Politiker? Vermag eine solche Allianz das versprechen, was ihr jetzt schon in den Mund gelegt wird: Entspannung und weg vom erneuten kalten Krieg beider Supermächte? Gar mit weiterhin in der BRD stationierten Atomwaffen, einer sich anbahnenden Aufrüstung? Dadurch der weltweit angierende Terror eingedämmt werden kann?

Nichts vermag uns mehr Sorgen bereiten als eine direkte Lebensbedrohung. In einer Welt zunehmender Waffengewalt gibt es bald keine Rückzugsmöglichkeiten. Die einzige folgerichtige Konsequenz daraus: Frieden schaffen ohne passives Gaffen!

Lotar Martin Kamm

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