Ernährung: Christian Schmidt ein Garant der Fleischlobby


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flickr.com/ FMC | CSG/ (CC BY-SA 2.0)

Sein Ministerium verhindert obendrein hartnäckig Ampelkennzeichnung

Vom Rechtsanwalt zum Parlamentarischen Staatssekretär beim Bundesentwicklungs-ministerium als auch beim Bundesverteidigungsministerium bishin zum Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, so die politische Karriere des Herrn Christian Schmidt, seit über vierzig Jahren Mitglied der CSU.

Daß Politiker sich in berufsfremde Felder versuchen, wissen wir nicht erst seit Frau von der Leyen, Christian Schmidts Bezug rührt wenigstens wohl noch aus Zeiten alter Kindertage, entstammt er doch einer Bäckerfamilie. Allerdings wirbt der Argrarminister verstärkt fürs Schweinefleich, unterstreicht seine „Hack-Ordnung“.

Trotz Massentierhaltung – Schmidts Ignoranz spricht Bände

Gleich vorneweg, bloß nicht Farbe bekennen, gerade was die Fleischlobby anbelangt, dann stürzt man sich doch lieber auf jene „lästigen“ Vegetarier und Veganer, verunglimpft deren bewußte Ernährungsweise. Vom „Kampf der Lügenwurst!“ ist daher die Rede. Erst recht spricht die anhaltende Ignoranz von Christian Schmidt Bände, was die Massentierhaltung und die Befürwortung zu Genfood anbelangt.

Zwar protestierten zur Bewegung „Wir haben es satt“ dieses Jahr nur knapp die Hälfte im Vergleich zum Vorjahr (23.000 laut Veranstaler, die Polizei übersieht beim Zählen gleich rund 10.000), dennoch meint dieser Agrarminister, an seiner Politik festhalten zu müssen, während zum selben Zeitpunkt das Global Forum for Food and Agriculture (GFFA) im Auswärtigen Amt tagte.

Kein Verbraucherschutz mit der Verweigerung zur Ampelkennzeichnung

Da beharrt dieser Agrarminister lieber auf seine Kritik, sie sei eine „unzulässige Vereinfachung“. Obendrein bescheinigt er den Verbrauchern eher, sie können per Durchlesen der Produktinhaltsstoffe sich selbst helfen. Aber na klar doch, Herr Schmidt, der mündige, bio-chemisch geschulte Bundesbürger erkennt sofortigst, gleichzeitig mit Adleraugen bestückt (wegen der viel zur kleinen Schrift) die oftmals höchst fragwürdigen Substanzen, als auch die Nährwerte, um entsprechend gezielt auf eine Palette von gesunden Produkten zurückzugreifen, die Dank seiner Umsicht angeboten werden. Man knipse den Ironie-Button aus, weil er schon zusammen mit der Lebensmittelindustrie zum Ernährungsreport 2016 auf der Anklagebank saß.

Kein Wunder jene Haltung, denn eine Ampelkennzeichung entspricht einhellig unter Ernährungswissenschaftlern einer sehr gut verständlichen Nährwert-Information für den verunsicherten Verbraucher. Man muß Herrn Schmidt somit unterstellen, daß er genau dies weiterhin im Sinne des Lebensmittellobbyismus verschleiern will, zuviele entlarvende gesundheitsgefährdende Inhaltsstoffe könnten die Praktiken jener Klientel aufzeigen.

„Das Gesundheitsinteresse ist riesengroß, das Gesundheitswissen ist mäßig, das Gesundheitsverhalten ist miserabel.“ (Christian Morgenstern)

Lotar Martin Kamm

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