Konzerne wie Nestlé dulden Kinderarbeit für Palmöl


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Modernes Sklaventum weltweit an der Tagesordnung

Hohe Betroffenheit breitet sich kurz vor Weihnachten aus, die Tage in Berlin nach dem Anschlag, obwohl es genügend Anlässe gibt, die den globalen Terror erst recht möglich machen. Dort wo Ausbeutung ungestraft und ungebremst ihr Unwesen treiben darf, entstehen gen Himmel stinkende Ungerechtigkeiten. Modernes Sklaventum weltweit an der Tagesordung!

Doch gerade die reichen Industrieländer profierten davon, Konzerne wie Nestlé, Kellog’s und Unilever dulden Kinderarbeit für Palmöl. Immer mehr Plantagen verdrängen wervolle Urwälder, der Verein „Rettet den Regenwald“ weist in einer Petition auf die unzumutbare Kinderarbeit im Auftrag des Konzerns Wilmar International Limited hin, richtet seinen Appell darauf, daß die Palmölindustrie und ihre Kunden Menschenrechtsverletzungen, Kinder- und Zwangsarbeit sofort unterbinden müssen.

Ignoranz bishin zu kriminellen Machenschaften

Gedenken wir Bruno Manser, der sich beherzt einsetzte, um betroffenen Völkern zu helfen, die dem Raubbau des Regenwaldes mit ansehen mußten, damit Palmöl-Plantagen gewinnbringend entstehen, seit dem 10. März 2005 als verschollen gilt. Hohe Profite fordern wohl auch Menschenleben, dieser Ignoranz kann man wohl nur mit entsprechend vermehrten Protesten begegnen.

Obwohl die Auswirkungen schrecklicher Arbeitsbedingungen vor Ort auf den Palmöl-Plantagen zu genüge recherchiert und dokumentiert wurden, halten jene Zustände an, ist Kinderarbeit an der Tagesordnung, herrscht gar Arbeitszwang. Während hierzulande Werbung von Frühstücks-Rama über die Bildschirme flackert, setzt sich auf Palmöl-Plantagen Indonesiens die Sklaven- und Kinderarbeit fort.

Wie in alten Zeiten des Sklavenhandels

Richtig bekannt wurde Sarah Lark mit der „Weiße-Wolke-Trilogie“, die deutsche Autorin Christiane Gohl schreibt auch mit an anderen Pseudonymen. Doch ihr Roman „Die Insel der Roten Mangroven“ beschreibt sehr anschaulich das Sklaventum des 18. Jahrhunderts in der Karibik, wo auf Zuckerrohr- und Kaffeeplantagen die Sklaven der Willkür ihrer Herren ausgesetzt unter erbärmlichen Arbeitsbedingungen ihr Leben fristen müssen.

Die Parallelen zu heute sind erschreckend ähnlich gelagert, man möchte behaupten, unsere so oftmals hochgelobte Zivilisation zeichnet sich eben durch ihre Verlierer aus, die dem Überreichtum entsprechend nutzen sollen. Wer dies aufdeckt, riskiert sein Leben, schließlich wollen jene Herrschaften nicht auf ihren Luxus verzichten, da müsse halt Kinderarbeit hingenommen werden.

„Die Ungerechtigkeit der Geschichte besteht darin, daß wir die gleichen Augen und Ohren haben wie unsere Vorfahren, obwohl wir weit mehr hören und sehen als sie.“ (Ernst R. Hauschka)

Was sollten wir daraus lernen? Ganz einfach, Mensch ignoriert seine Sinne und den Verstand in dem Augenblick, wo bestimmte Mächte sich über ihn hinwegsetzen. Solange er weiterhin vor Obrigkeiten buckelt, die ihn tyrannisieren, ändert sich nichts.

Lotar Martin Kamm

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