Kristall der Seele kein Ruhekissen


kristall

Schmerz,
der Zugang zu meinem Herz
ist dir nie verwehrt,
das wäre auch gänzlich verkehrt.

Ich fühle dein Wehen und Klagen
über all‘ die Schicksalsfragen,
die in Wahrheit nie gerecht,
wer bricht den Stab über wen zu Recht?

Wer erlaubt sich zu entscheiden,
wo Glück wohnt und wo Leiden?
Wenn du bei mir bist,
nicht nur das Herz du mir brichst!

Du bringst mich zum Weinen,
kein Licht will mehr scheinen,
Trauer, Wut, Enttäuschung,
keine Aussicht auf Hoffnung.

Du erschütterst meine Seele,
tausende Splitter fallen auf jede Stelle
des Körpers, machen mich regungslos,
blind, taub und fassungslos.

Überall scheinst du zu wirken,
willst mich wohl auch noch zertreten?
Keine Luft zum Atmen mehr,
woher nimmst du diese Kraft nur her?

Ich begrüße dich stets als Freund,
damit du mir zeigst, wo etwas falsch läuft.
Damit ich kann reagieren, mich beeilen,
bei anderen und mir Wunden zu heilen.

So bitte ich dich, laß von mir ab,
steh auf, gib mir einen Stab
zum Aufstehen, die Schmerzenssplitter
haben längst zerschnitten des Herzens Gitter.

Ich spüre, fühle, bin Schmerz wie du,
laß uns umarmen, Liebe tut gut.
Das Leid gemeinsam ertragen,
schafft Geborgenheit, wie in Kindertagen.

Sei still, weine laut, schreie in mein Gewissen,
der Kristall der Seele ist kein Ruhekissen,
solange Unheil die Welt heimsucht,
Dank für dein Erinnern und deinen Besuch.

Nafia

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