Trumps Kabinett offenbart seinen Kurs


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flickr.com/ DonkeyHotey/ (CC BY-SA 2.0)

The Donald und seine milliardenschwere Mannschaft steuern bald den Hegemon

Keineswegs zu Unrecht bezeichnet Telepolis das zu erwartende Kabinett vom neu gewählten Präsidenten als politische Freakshow, trotzdem assozieren etliche Zeitgenossen unter Freaks viel eher andere Menschen als ausgerechnet The Donalds milliardenschwere Mannschaft, die bald den Hegemon steuern wird.

Unbedingt verständlich darf man aufkommende Sorgenfalten werten bei genauerer Betrachtung der sich formierenden Regierungsbildung, dennoch dies eigentlich ohne weiteres voraussehbar sein sollte angesichts der bisherigen Haltung dieses Mannes und Unternehmers, der mittels seines Mischkonzerns, der Trump Organization, unverkennbar aufzeigte, in wie weit er „tickt“. Davon wollen Rechtspopulisten natürlich nichts wissen, sie ziehen es weiterhin vor, ihn zu lobhudeln wo immer möglich.

Wahlsieg abwegig oder eher Aufmunterung gerade zum Trotz?

„The show must go on“, erst recht mit diesem neuen US-Präsidenten, dessen Bestätigung jetzt am 19. Dezember erfahrungsgemäß reine Formsache sein wird. Obwohl noch bei keiner Wahl dermaßen viele Stimmen dem Kontrahenten zufielen, Hillary Clinton erhielt immerhin 2,2 Millionen mehr Stimmen, George W. Bush hatte gerade mal rund 504.000 Stimmen weniger als Al Gore 16 Jahre zuvor, entschied eben laut Wahlsystem die Mehrheit der Wahlmänner sich für Donald Trump, dessen Wahlsieg schlummernde Kräfte sehr schnell beflügelte.

Ob jene Rechtspopulisten davon profitieren werden, sollte nach der Österreich-Wahl, in der der Wunschkandidat der Rechten den Kürzeren zog, sich noch herausstellen, auch in Hinblick zur Frankreich- oder Bundestagswahl im nächsten Jahr. Laut unserer Umfrage im November meinte die Mehrheit, die Achse Trump-Le Pen-Putin sorge für mehr stabile Sicherheit, Trump würde sich weitgehend an seine Wahlversprechen halten. Doch die Karten der Weltpolitik werden manchmal schneller gemischt als manche vermuten!

Gegen das Establishment – ein Treppenwitz ohnegleichen

Wer eine solche Behauptung aufstellte, wird nunmehr eines Besseren belehrt, oder? Seit wann lassen sich neoliberale Politiker und Wirtschaftsleute die Butter vom Brot nehmen, bzw. haben plötzlich ein Herz für den einfachen Bürger, um diesen obendrein gerecht zu entlohnen? Ein NoGo im Sinne der Ausbeutung! Da paßt doch der Chef der Fastfood-Kette CKE, Andrew Puzder, ein Gegner des Mindestlohns und der Überstundenbezahlung, ganz gut ins Konzept des neuen Kabinetts in die Rolle des Arbeitsministers.

Gleichwohl reiht sich ein Ben Carson als zukünftiger Minister für Wohnungsbau und Stadtentwicklung ein, der zwar zuvor als Chirurg tätig war, aber die politische Freakshow ergänzt, immerhin meinte er im letzten Monat, ägyptische Pyramiden seien keine Pharaonengräber, vielmehr Josef habe biblische Kornspeicher angelegt. Welch Prädikat für das neue Amt!

Der ehemalige Bundesstaatsanwalt, Jefferson Sessions, dem das Amt des Bundesrichters wegen rassistischen Äußerungen verweigert wurde, darf sich nunmehr als Justizminister bewähren. Man bedenke, er ist ein Befürworter der Folter beim US-Militär.

Aber gewisse, gutgläubige Menschen meinen tatsächlich, dieser neue US-Präsident agiere gegen das Establishment. Sollte jetzt noch der aussichtsreiche Kandidat für den Posten des Außenministers, der Chef des Ölriesen ExxonMobil, Rex Tillerson, sich durchsetzen, und es schaut ganz danach aus, dann dürfte Trumps Kabinett nach dessen Vorstellungen bald komplett sein. Ob Tillerson seine Verbundenheit zu Russland durchhalten wird, bleibt mal dahingestellt, zumal Trumps undiplomatisches Verhalten China gegenüber alles anders als hilfreich ist. Man bedenke, daß die Volksrepublik China und die Russische Föderation sich längst wieder freundschaftlich annähern.

Keine Nation hat so viel weltweites Leid verursacht wie diese USA, die obendrein auch noch meinen, sie müßten die Weltherrschaft damit an sich reißen. Wer kann sie stoppen, wenn nicht das Rückgrat einer Menschheit, die endlich aufwachen sollte, bevor es zu spät sein wird.

Lotar Martin Kamm

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