Dem Geheimnis der Musik auf der Spur


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Zwischen Wohlklang und Heilung

Es mag der eine die Stille genießen, ihn sogar das Vogelgezwitscher besonders im Frühling stören, während der andere bei lauter Rockmusik gänzlich euphorisch mit deutlich guter Laune seinen Alltag viel entspannter meistert.

Obwohl so unterschiedlich Menschen auf Musik reagieren, gestaltet sich eine schier unendliche Vielfalt von Möglichkeiten jener bedeutenden Kunstrichtung, die obendrein mittels ihrer heilenden Klänge zu unserem Nutzen dient, wir sie eigentlich der Natur entlehnt haben. Was löst Musik in uns aus, kann diese tatsächlich bewirken oder gar helfend beitragen?

Urwissen der Naturvölker wird mißachtet

Der Musikjournalist und Musikproduzent Joachim-Ernst Berendt bemerkt in seinem Buch „Nada Brahma – Die Welt ist Klang“: Der Weg des Hörens sei das größte Abenteuer des Lebens auf diesem Planeten gewesen, – es immer noch sei, – führte nicht nur zum Hören, sondern zur Lautgebung, damit zur Fähigkeit, Fragen zu stellen, zur Sprache und zum Denken. Dadurch wird deutlich wie lebensentscheidend Klänge auch die menschliche Entwicklung mitgestalten.

Jenes Urwissen über die Musik wandten Naturvölker stets völlig selbstverständlich an, die Hopi-Indianer sangen ihren Pflanzen etwas vor, in der Mittagshitze besungene Maispflanzen waren wesentlich kräftiger und somit gesünder als sich selbst überlassene.

Bereits in den 1950iger Jahren hatte der Leiter des Botanikinstituts der Annamalai-Universität, Dr. T. C. Singh, festgestellt, daß nach 14-tägiger Beschallung mit indischer Musik für jeweils täglich ein paar Stunden die Pflanzen über 70 Prozent mehr Blätter bildeten. Später wiesen andere Biologen in Versuchen nach, daß Pflanzen bei Beschallung klassischer Musik, ganz speziell von Johann Sebastian Bach, aber auch mit den Klängen der indischen Sitar-Musik von Ravi Shankar wesentlich besser wuchsen. Sollte da etwa ein Zusammenhang zwischen Vogelgesang und Pflanzenwachstum bestehen?

Pharmalobby verleugnet Biologen

Genau jene Fragestellung veranlaßten den US-amerikanischen Biologen Dan Carlson mit dem Musiklehrer Michael Holtz die „Sonic-Bloom“-Methode zu entwickeln, bei der morgendliches Vogelgezwitscher den Pflanzen vorgespielt und ihnen ein Flüssigdünger aufgesprüht wird, der u.a. aus Reiswurzeln natürlich abgeleitete Gibberillinsäure enthält sowie viele Elemente aus pflanzlichen Produkten (z.B. Seetang).

Obwohl sich dieses revolutionäre Produkt zunehmender Beliebtheit und weltweiter Anerkennung erfreut, selbst wenn hierzulande er noch weniger bekannt, versucht die Pharmalobby Sonic Bloom zu verunglimpfen, man stelle sich mal vor, wir bräuchten aufgrund dieser natürlichen Wachstumsförderung keine Pestizide, Insektizide und Kunstdünger mehr, das würde deren Milliardengewinne vereiteln.

Heilende Kräfte der Musik für uns Menschen

Der Ton macht die Musik, unabhängig davon in wie weit zu laute Mißklänge sogar gesundheitsschädliche Wirkungen erzielen können. In unserem hektischen, streßgeladenen Alltag, den nicht jeder gänzlich vermeiden kann, vermag Musiktherapie eine heilsame Möglichkeit der Entspannung sein.

Bereits die in der indischen Heilkunst vor 5.000 Jahren angewandten Klangmassagen basierten auf uralten Kenntnissen, in wie weit bestimmte Klänge heilend auf den Menschen einwirken. Dabei gelangen wir in den sogenannten Alphazustand, wobei das Gehirn Ströme von cirka acht bis zwölf Hertz erzeugt, wir somit zwar geistig wach sind, dennoch in einem relaxten Zustand voller Harmonie und Ruhe uns befinden. Die beiden stimulierten, aktiven Gehirnhälften fördern die Phantasie und Kreativität, eine heilende Wirkung setzt ein.

Insofern braucht man sich nicht zu wundern, daß die oftmals kritisch betrachtete Anthroposophie mit der Eurythmie eine heilsame Bewegungskunstform schuf, die heute längst vielfach anerkannt wird, erreicht die Heileurythmie doch, durch gezielte Bewegungsabläufe „gestörte Bereiche“ wieder in ein harmonisch-gesundes Gleichgewicht zurückzuführen.

Nimm die Zeit gelassener hin, ohne Streß, Hektik und zu hohe Ansprüche an dich und andere, und du wirst mit deiner Ausstrahlung ein Zeichen setzen, daß nicht nur in der Ruhe die Kraft liegt, sondern besonders eine Zuversicht, welche anderen Mut machen kann.

Lotar Martin Kamm

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Eine Antwort zu Dem Geheimnis der Musik auf der Spur

  1. Sadi schreibt:

    Ich denke auch, dass Musik heilsam für Menschen und daher auch so beliebt ist. Gerade Weihnachtslieder gefallen mir sehr gut 🙂
    LG

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