Eine gute Figur machen


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Trugschluß gewisser Eitelkeiten?

Täglich bemühen sich etliche Menschen, eine gute Figur zu machen. Nicht nur in der Hinsicht, endlich das Abnehmprogramm in Angriff zu nehmen, um die Figur zu bekommen, die einem gut tun soll, sondern auch sich mit körperlichem Einsatz so effektvoll zu positionieren, um beachtet zu werden, oftmals in Zusammenhang mit besonderen Kenntnissen.

Bei vielen dieser Aktionen ist man oft bemüht zu hinterfragen, warum hat er oder sie es nötig, eine gute Figur zu machen. Sei es bezogen auf das besondere Augenmerk eines makellosen Körpers mittels Training, Abnehmkonzepte oder das Hervorheben aus einer Gruppe und das gerade oft bei Menschen, die aus Sicht anderer weder abzunehmen, noch ihr Talent, Fertigkeit zeigen bräuchten.

Die Redensart, „eine gute Figur machen“, bedeutet in etwa, einen guten Eindruck hinterlassen, geschickt, gewandt sein. Figur, ein Wort aus dem lateinischen figura, Erscheinung, Gestalt. Und da viele Nomen aus Verben entstanden sind, hier die Erklärung für das lateinische fingere, bilden, darstellen, erdichten, formen, ausdenken, gestalten.

Die Figur, die Gestalt, die Erscheinung ist demnach prädestiniert, um geformt, dargestellt zu werden? Auch wenn sich viele nicht immer dessen bewußt sind, so formen, gestalten Menschen täglich ihre Umwelt und sich selbst, sei es durch das Frisieren der Haare oder das morgendliche Tischdecken. Unablässig gestalten, formen wir die Umwelt durch unsere Handlungen. Meistens in der Absicht, etwas noch schöner, noch passender, noch ausdruckstärker, noch erkenntlicher, noch genauer, noch perfekter zu gestalten. Und nicht nur der Mensch ist diesem „Trieb“ verfallen, auch in der Tierwelt kann man durch Beobachtungen feststellen, wie gewissenhaft ein Nest geformt, gezupft, verändert, hinzugefügt wird, bis das Tier zufrieden ist mit seinem Werk.

Also alles völlig normal mit dem Wunsch nach einer guten Figur? Ja, schon und nein, aber. Jeder Mensch verfügt über ein eigenes Potential an Vorstellungen und Phantasie, das wir Geschmack, Formgefühl, Schönheitssinn, ästhetisches Empfinden nennen. Dieser Geschmack ist so individuell wie Sterne am Himmelszelt, er ist aber oft einem zeitlichen Kultur- Sittenempfinden unterworfen, ober können Sie sich vorstellen, in der Bekleidungsmode des Rokoko-Stils sich wohlzufühlen, falls dieser Modetrend die Laufstege unserer Zeit wieder bevölkern sollte?

Wir richten uns schon eher nach den Vorgaben der Zeit, in der wir leben und formen uns nach den Gesichtspunkten dieser „Kulturepoche“, mit der Einschränkung uns noch besser darin wiederzufinden, indem wir eben „eine gute Figur“ machen. Somit ist auch angezeigt, wir sind nicht von „schlechten Eltern“. Wer aus gesundheitlicher Sicht seinen Körper trainiert oder seinen Körper entschlackt, in dem er abnimmt oder auch wieder beginnt, Lebensmittel zu sich zu nehmen, der macht das nicht, um eine gute Figur zu haben oder zu machen, sondern um wieder gesund zu werden. Wer allerdings aus reiner Profilsucht oder Schönheitswahn eine gute Figur macht, der täuscht nicht nur sich selber, sondern auch andere, er wird weder ein gesünder lebender Mensch, noch ein Mensch, der über extreme Fähigkeiten verfügt.

Bei vielen Menschen ist das „Gute Figur machen“ abhängig von den Äußerungen, Meinungen, Ansichten der Umgebung, in der sie leben oder leben möchten und muß nicht immer bedeuten, daß sie sich dafür verstellen, verformen müssen. Allerdings sollte jeder Mensch auch wissen, daß viele Köche den Brei verderben und eine „gute Figur machen“ ebenso bedeuten kann, sie, er steht zu sich selber, ist selbstbewußt, nicht so schnell beeinflußbar.

Wie auch immer Ihre Lebensgestaltung aussieht, achten Sie darauf, daß Ihre „Figur“ Ihrem Wesen gleicht, dann machen Sie die beste „Figur“.

Doris Mock-Kamm

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